04. Mai 1942

[420504–2‑1]

81.

Mon­tag, am 4. Mai 1942.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein!

Es ist nach­mit­tags ¾ 2 Uhr. Ich bin wie­der fer­tig mit mei­ner täg­li­chen Haus­ar­beit und kom­me nun zuerst zu Dir, ehe ich ans nächs­te Geschäft gehe: Wäsche­le­gen. Erst muß ich mal ein wenig ver­schnau­fen; es ging doch nun seit Sonn­abend in Trab mit der Wäsche. Ein besond[e]res Glück hat­ten wir aber, Herz­lieb! Heu­te ist der Him­mel grau und es reg­net tüch­tig. Wir sind heil­froh, daß alles zuran­de ist [sic]. Und das nur, weil wir zwei Frau­ens­leut‘ zwei sooo arti­ge, gute Män­ner haben, gelt?!!

Wei­ter­le­sen!
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26. März 1942

[420326–2‑1]

45.

Don­ners­tag, am 26. März 1942.

Her­zens­schätz­chen! Mein aller­liebs­ter Roland! Du!

Es ist noch ganz zei­tig am Tage, da ich zu Dir kom­me, Du! Erst kurz vor 8 Uhr! Ich bin schon längst auf. Hab[‘] schon Fleisch geholt, und Dei­nen Brief zur Post getra­gen. Heu­te ist´s käl­ter drau­ßen, die Son­ne scheint auch nicht. Nun sit­ze ich vor[‘]m wei­ßen Bogen und den­ke Dein, wäh­rend neben­bei das Mit­tag­essen kocht. Reis mit Rind­fleisch und jun­gen Erb­sen gibt[‘]s . Dann will ich alles fein in Ord­nung brin­gen in der Woh­nung, denn ab Mit­tag sind wir im Wasch­haus.

“26. März 1942” wei­ter­le­sen
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26. August 1941

T&Savatar[410826–1‑1]

[Thes­sa­lo­ni­ki] Diens­tag, den 26. Aug.[ust] 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Her­zens­schät­ze­lein! Du! Du!!!

Welch lie­ber, lie­ber Bote ist heu­te zu mir gekom­men! Wie  strahlt es mir von Lie­be und Freu­de, von Seh­nen und Jubeln – Gelieb­te! Gelieb­te!!! Soo­viel Freu­de in Dir, soo­viel Erwar­tung! Ach Du!!! Du!!!!! So rein und lau­ter und gläu­big, so tief und heiß kommt sie mir ent­ge­gen, so fes­ter Zuver­sicht, so unbe­sieg­bar – Dei­ne unend­li­che Lie­be!!!!! !!!!! !!! Herz­lieb! Du wirst mich fest­hal­ten, ganz fest­hal­ten, mit bei­den Hän­den heiß mich umschlin­gen, unser Glück zu krö­nen – aus­zu­trin­ken den Brun­nen des Glücks, den Becher seli­ger Freu­de zu lee­ren bis auf den Grund – und ich? ich wer­de bei Dir blei­ben – bei Dir blei­ben ohne Wider­stre­ben – bei Dir blei­ben!!! bei Dir blei­ben!!!!! !!!!! !!! Du! Oh Du!!!!! Wei­ter­le­sen!

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25. März 1941

T&Savatar[410323–1‑1]

Sonn­tag, den 23. März 1941.

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gelieb­te, Herz­al­ler­liebs­te mein!!

Sonn­tag­vor­mit­tag ist. Wir fah­ren noch immer. Wei­ter, wei­ter auf der Haupt­bahn auf die Stadt zu im Rei­che der Mär­chen von 1000 und 1 Nacht. Fei­er­täg­lich ist die Natur: eine brei­te Ebe­ne mit grü­nen­den Wei­den, im Hin­ter­grun­de meh­re­re Kulis­sen von Höhen­zü­gen, die nie­de­ren im Vor­der­grun­de gras­be­deckt braun, die hin­te­ren schon in blau über­ge­hend bis zu den schnee­be­deck­ten Gip­feln. Es ist trü­be und noch immer kühl. Wei­ter­le­sen!

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09. März 1941

Lübeck Dom-von-Westen 070311.jpg
Lübe­cker Dom mit Dop­pel­spit­ze. Foto von Tors­ten Bol­ten, 3/2007, lizen­ziert als CC BY-SA 3.0 über wiki­pe­dia 3/2016.

[410309–1‑1]

Sonn­tag, den 9. März 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Was wirst Du den­ken? Ich hat­te so wenig Zeit für Dich die­se letz­ten Tage. Ach Gelieb­te! Nichts Arges wirst Du den­ken, ich weiß es. [Du] Wirst Dir nur wün­schen, bei mir zu sein in die­sen kri­ti­schen Tagen und Stun­den. Herz­lieb! Du bist es auch – immer Du!!! [Du] Bist es mir zum Tros­te, zur Wach­sam­keit, als Mit­tel­punkt all mei­nes Den­kens und Sin­nens und Betens. Herz­lieb, es ringt in mir! Ich fra­ge nach dem Sinn des Neu­en – es ist die Unge­duld, ist Ver­zagt­heit, und ich bit­te Gott, er soll sie von mir neh­men. Herz­lieb, Schmerz will mich erfül­len bei dem Gedan­ken, daß wir noch ein­mal so weit und so lan­ge getrennt wer­den sol­len, wo wir uns doch so sehr seh­nen, eins zu sein und mit­ein­an­der zu gehen. Ich fra­ge Gott und bit­te ihn, er möge uns demü­tig machen in sei­nem Wil­len. Wei­ter­le­sen!

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