Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Zuneigung

01. März 1939

[390301–2‑1] O., am 01. März 1939. Am 26. Febru­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Vor einer Stun­de ging ich schla­fen. Jetzt schlägt die Uhr 11 und ich lie­ge noch wach. Du, ich den­ke an Dich! Ich seh­ne mich so nach Dir! Dar­um muß ich etwas für Dich schrei­ben, dann wird mir leich­ter wer­den. Schläfst Du schon? Ich sende […]

[16. Januar 1939] Das Heim

[390116–2‑2] Das Heim [dem Brief 390116–2‑1 bei­gelegt] Die Wän­de eines Hei­mes sind nicht aus Holz oder Stei­nen gefügt, son­dern aus Wahr­heit und Treue. Uner­freu­lich­kei­ten, Rei­be­rei­en des Lebens, der Wider­streit der Per­sön­lich­kei­ten, sie wer­den nicht durch per­si­sche Tep­pi­che oder Par­kett­bö­den auf­ge­ho­ben, son­dern durch Ver­söhn­lich­keit, Nach­gie­big­keit und Selbst­be­herr­schung. Plea­se fol­low and like us:

16. Januar 1939

[390116–2‑1] O., am 16. Janu­ar 1939. Mein lie­ber [Roland]! Für Ihren lie­ben Brief sage ich Ihnen mei­nen herz­lichs­ten Dank. Ich freue mich, daß Ihnen der Abschied von zu Hau­se nicht so schwer wür­de. Trotz­dem nun oft wie­der die Ein­sam­keit bei Ihnen Ein­kehr hal­ten wird, dach­ten Sie nicht trü­ben Sin­nes an die Rück­kehr. Plea­se fol­low and like us:

04. Januar 1939

[390104–2‑1] O., am 4. Janu­ar 1939. Dies­mal muß ich mit einer Erklä­rung begin­nen. Sie dür­fen nicht den­ken, daß ich in der ver­gan­ge­nen Zeit Sie ver­ges­sen habe! [sic] Heu­te füh­le ich mich wie­der wohl und ich will Ihnen alles schrei­ben, was ich auf­zeich­ne­te.   Am 29. Dezem­ber 1938. Mein lie­ber [Roland]! Eine uner­war­te­te Freu­de berei­te­te mir heu­te Ihr lieber […]

30. Dezember 1938

[381230–1‑1] B. am 30. Dezem­ber 1938. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Ges­tern kam Ihr Paket an. Heu­te zie­ren nun auch Ihre Gaben mei­nen Gaben­tisch. Sie zie­ren ihn, lie­be [Hil­de]. Ich habe mich sehr gefreut über Ihr Geschenk. Was haben Sie sich für Aus­ga­ben gemacht! ‚Die gute Tan­te’ weilt zu Besuch bei uns. Sie ist ganz weg in das […]

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