03. August 1938

Roland, "Ich bin dir sooooo gut!", unbekannter Ort, irgendwann im 1938

[380803–2‑1]

O., am 3. August 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Wohl­be­hal­ten lang­te ich am Sonn­tag in O. an. In Chem­nitz ange­kom­men, bin ich im Höl­len­tem­po rüber nach unser[e]m Bahn­steig gerannt; ein­stei­gen und abfah­ren, das war eins.

Ich möch­te nur wis­sen[,] ob auch Sie so matt und abge­spannt waren die­se Tage. Unser Aus­flug allein kann das doch nicht aus­ma­chen, viel­leicht liegt es viel an die­ser schreck­li­chen Hit­ze und noch ist kein Trop­fen Regen gefal­len. Sie sind mir doch nicht bös[‘], weil Sie so lan­ge auf Nach­richt war­ten muß­ten? Am Mon­tag früh hab[‘] ich die Fil­me fort­ge­bracht, bis ges­tern nach­mit­tag [sic] sind sie fer­tig gewor­den. Ich konn­te sie aber erst heu­te mor­gen [sic] abho­len. Ges­tern war ich mit Mut­ter in der Stadt (Chem­nitz), eini­ge Wege besor­gen und dann sind wir raus nach G. gefah­ren zu den Ver­wand­ten; mit dem 7 Uhr Zuge fuh­ren wir wie­der zurück. Wei­ter­le­sen!

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25. Juli 1938

[380725–2‑1]

25.7.38.

O., am 25. Juli 1938.

Lie­ber Herr [Nord­hoff]!

Einen schö­ne­ren Mor­gen­gruß hät­te mir heu­te nie­mand br[in]gen kön­nen als Sie, mit Ihrer erlö­sen­den Nach­richt. Weil ich Sie nur außer Gefahr weiß, das übri­ge holen Sie nun schon noch auf; wie gut, daß Ihnen noch 14 Tage zur Ver­fü­gung ste­hen. Nüt­zen Sie sie recht gut aus! Ich bin jetzt so froh und dank­bar.

Ach wären wir doch gleich zusam­men gefah­ren, viel­leicht wäre es nicht pas­siert,” so schrie­ben Sie im vori­gen Brief — und wenn es so gekom­men wäre. Ich hät­te alles dar­an­ge­setzt, Sie gesund zu bekom­men, ohne denen zu Haus[e] etwas mer­ken zu las­sen [sic]. Oder könn­ten Sie mir sowas nicht zutrau­en? Wei­ter­le­sen!

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29. Mai 1938

T&Savatar[380529–1‑1]

31.5.38

L. am 29.5.38

2.6.38

Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]!

Sie haben den Anstoß dazu gege­ben, daß ich mich mehr als sonst mit mir selbst beschäf­ti­ge. Auf mei­nen Spa­zier­gän­gen und Wan­de­run­gen sind Sie mein unsicht­ba­rer Beglei­ter und Zuhö­rer, der mich nötigt, Rechen­schaft abzu­le­gen, mich mit­zu­tei­len und ver­ständ­lich zu machen, sind Sie die geheim­nis­vol­le Per­son, die mich nötigt, mei­ne Sachen, mein Leben zu ord­nen. Wei­ter­le­sen!

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11. Mai 1938

T&Savatar[380511–2‑1]

O., am 11. Mai 1938.

Wer­ter Herr [Nord­hoff]!

Ges­tern erhielt ich Ihren Brief. Ich dan­ke Ihnen sehr. Vor allem aber dafür, daß ich mich Ihnen anver­trau­en darf, daß Sie mir viel­leicht als mein Hel­fer die Hand rei­chen kön­nen. Ich weiß, ich brin­ge Sie in eine sehr pein­li­che Situa­ti­on; doch Sie müs­sen mich begrei­fen kön­nen. Wei­ter­le­sen!

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