28. November 1941

[411128–2‑1]

Frei­tag, am 28. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein herz­lie­bes Man­ner­li!

Nun ist es so weit, daß ich mich zu Dir set­zen kann, ledig aller Pflich­ten. Du!! Ich habe den gan­zen Tag schon auf die­se Stun­de gewar­tet! Herz­al­ler­liebs­ter mein! Ich muß Dich ja heu­te sooo her­zin­nig lieb­ha­ben um aller Lie­be und Her­zens­freu­de wil­len, die mir von Dir kommt! Oh Du!! Du!!! Du!!! Gelieb­ter!! Zwei ganz lie­be, lie­be, lan­ge Boten kamen an, vom Sonn­abend und Sonn­tag! Oh Her­ze­lein gelieb­tes, gutes! Wie soll ich Dir nur dan­ken? Wei­ter­le­sen!

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06. November 1941

[411106–2‑1]

Don­ners­tag, am 6. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Noch immer ist es grau und trü­be drau­ßen, es ist gera­de, als bro­del­te die Luft wie im Koch­topf. Schreck­lich, zum Ersti­cken für mich, wenn ich hin­aus­ge­he. Dazu reg­net es ganz fein und gefriert sofort. Wenn es doch bald bes­ser wür­de mit dem Wet­ter! So zei­tig schon Win­ter, das ist nicht gut. Die vie­len Bau­ern, die ihre Kar­tof­feln noch in der Erde haben! Aber wir Men­schen kön­nen nichts dazu­tun – wir müs­sen ganz gedul­dig war­ten, bis es wie­der bes­ser wird. Wei­ter­le­sen!

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25. Oktober 1941

[411025–2‑2]

Sonn­abend, am 25. 10. [19]41.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, gutes Man­ner­li!

Eben bin ich zur Tür her­ein, aber nun für ganz, heu­te! Seit dem Mor­gen besor­ge ich nun Wege, es nahm kein [E]nde. Vom Flei­scher zum Bäcker, zum Bau­er!, zum Elek­tri­ker, zum Wäsche­fa­bri­kant, der mir Schlüp­fer näht für Tante’s Jun­gen, dann lief ich mir fast die Bei­ne ab nach Wol­le. Ich hat­te doch von Dei­ner Mut­ter die 2 Gebin­de wei­ße Wol­le bekom­men, weißt? Und die reicht nicht aus zu mei­nem Pull­over. End­lich fand ich etwas eini­ger­ma­ßen [p]assendes. Wei­ter­le­sen!

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21. Oktober 1941

[411021–2‑1]

Diens­tag, am 21. Okto­ber [19]41.

Gelieb­ter! Mein Her­zens­schät­ze­lein! Du!!!

Mein [Roland]! Mein Son­nen­schein! Heu­te bist Du wie­der zu mir gekom­men! Oh Du!!! 2 Tage hat­te die Post aus­ge­setzt, wie auch bei Dir, ach – es dau­er­te doch schon zu lan­ge! Du!!! Und dabei müs­sen wir ja sooo zufrie­den und dank­bar sein, daß wir ein­an­der über­haupt soo oft und in Ruhe schrei­ben dür­fen! Und müs­sen zufrie­den sein, daß die Post schon so schnell und zuver­läs­sig all uns[e]re Boten beför­dert! Ach ja – ich weiß es schon recht zu schät­zen! Aber wir zwei haben ein­an­der schon so sehr ver­wöhnt mit der vie­len Post! Jawohl!! Daß wir es gleich ver­mis­sen, wenn mal ein, zwei Tage nichts ankommt! Wei­ter­le­sen!

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17. Oktober 1941

[411017–2‑1]

Frei­tag, am 17. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein [Roland]! Du!!! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Ach Gelieb­ter! Du!! Heu­te bist Du nun wie­der zu mir gekom­men! Sooo lieb! Sooo lieb! Ich bin so reich beschenkt wor­den von Dir! Und in mir ist dar­um soviel Freu­de und Her­zens­se­lig­keit! Ach, alles ist über­sonnt nun von dem unend­li­chen Glück uns[e]rer Lie­be! Her­ze­lein, Du! Du liebst mich so von gan­zem Her­zen – ach, daß Du es mir immer und immer wie­der sagst, es beglückt mich ja so sehr, so tief! Wei­ter­le­sen!

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