01. Juni 1942

[420601–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 1. Juni 42

Her­zens­schät­ze­lein! Herz­al­ler­liebs­te! Gelieb­te mein!

Viel ver­steht Dein Man­ner­li nicht von der Mari­ne – wird ja auch nie damit renom­mie­ren, höchs­tens vor sei­nem Wei­berl zum Spa­ße, werd mich auch immer hüten, mich in Gesprä­che dar­über ein­zu­las­sen – aber ich habe ein­mal gehört, daß die 101 eine gewis­se Bedeu­tung hat beim Salut­schie­ßen. Und nun kommt doch heu­te von Dir der 101. Bote. Und den möch­te ich doch auch mit einem Salut emp­fan­gen. Ach Du, herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Hast doch wie­der sooo viel Freu­de in mir ange­steckt! Wei­ter­le­sen!

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14. März 1942

[420314–1‑1]

[Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 14.3.42

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Sonn­abend­abend. Es ist eben 8 Uhr vor­bei. Warm ist’s in unser[e]m Stüb­chen. Kame­rad K. hat sich eben ins Nach­bar­zim­mer bege­ben zum Skat­a­bend. Dar­auf hat doch das Man­ner­li gewar­tet. Nun kann es ganz unge­stört mit Dir plau­dern, ganz lieb Zwie­spra­che hal­ten, gelieb­tes Herz!

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21. Mai 1942

[420521–1‑1]

[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums zum neu­en Staat. Wir kom­men in unse­ren Ansich­ten und Mei­nun­gen ganz über­ein und sind auch alle der Hoff­nung, daß es nach die­sem Krie­ge auch zu einer Befrie­dung im Inner[e]n kom­men wird. Du kannst Dir den­ken, daß ich mich gern ein­mal so unter­hal­te – mit K. und H. konn­te ich das nicht, sie haben zu die­sen Fra­gen kei­ne Stel­lung, sie ken­nen die­se Fra­gen gar nicht. “21. Mai 1942” wei­ter­le­sen

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02. Januar 1942

[420102–2‑1]

Frei­tag, am 2. Janu­ar 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Gelieb­ter!

Du!!! Heu­te will ich wie­der zu Dir kom­men.

Ges­tern war ich nur immer in Gedan­ken bei Dir. Der 1. Janu­ar war ges­tern. Du! Den­ke nur: wir schlie­fen bis um 10 vor­mit­tags! Nicht, daß wir so schlaf­be­dürf­tig gewe­sen sei­en! Nein – es war das Gefühl des „Nichts­drän­gens“, eben des Fei­er­tags. Unser Papa schlief ja auch bis Mit­tag, wuß­ten wir, und so waren wir mal ganz faul. Her­ze­lein! Ich habe sooo an Dich gedacht am Sil­ves­ter­abend! Mußt es doch gespürt haben über alle Fer­ne, Du!!! Eine herr­li­che Nacht war es. So mond­hell, frost­klir­rend, ganz still, ach Du!!! Ich bin eher aus der Kir­che heim­ge­gan­gen, nach­dem die Pre­digt zu Ende war und vie­le Leu­te noch das Abend­mahl nah­men. Ganz allein ging ich auf der Stra­ße. Wie war das doch schön! Über mir die unend­li­che Him­mels­wei­te – so fried­lich alles rings­her. Wei­ter­le­sen!

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30. November 1941

[411130–2‑1]

Sonn­tag, am 30. Novem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein [Roland]! Gelieb­tes Her­ze­lein! Du!

Nun ist Advent! Ich bin so froh heu­te! Und ich füh­le es, Gelieb­ter! Alles Froh­sein kommt mir von Dir, Du bist auch froh. Die lie­be Son­ne scheint heu­te, aber bit­ter­kalt ist[‘]s im Schat­ten, meint Papa, der heu­te früh uns[e]re 6 Zent­ner Kar­tof­feln noch heim­hol­te. Wir sind recht froh, daß wir sie nun im Kel­ler haben. Ich seh­ne mich hin­aus, aber so lan­ge mag ich auch nicht in der Käl­te umher­stie­feln, damit ich mir mei­ne Näs’ nicht wie­der erkäl­te! Ich will doch fein artig sein, Her­ze­lein! Und mich scho­nen. Wei­ter­le­sen!

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