Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Zug

25. Juni 1941*

[410625–2‑1* Feld­post­sper­re, die zu Ver­zö­ge­run­gen viel­leicht führ­te] S. – Mitt­woch, am 25. Juni 41. Mein Herz­lieb! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Du!! Du!!! Das war ges­tern ein beweg­ter Tag, sodaß ich gar­nicht dazu kam Dir zu schrei­ben. Aber Dein gedacht habe ich umso mehr, Herz­lieb!! Früh­mor­gens ½ 8 bin ich raus aus den Federn, das heu­len […]

22. Juni 1941

[410622–2‑1] Sch., am 22. 6. Sonn­tag 1941. Gelieb­ter! Mein [Roland]! Oh Du!! Wo soll ich denn zuerst begin­nen? Soo viel stürm­te heu­te auf mich ein. Du!! Du!! Freu­de, die mich erfüllt, die sich Dir kund tun will – Sor­ge, die mich bedrückt, die sich Dir mit­tei­len möch­te. Ach Herz­lieb! Will ich mir doch erst die […]

22. März 1941

[410322–1‑1] Sonn­abend, den 22. März 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! [ [sie­he Abbil­dung] Der letz­te Maschi­nen­wech­sel und län­ge­re Auf­ent­halt vor unse­rem ers­ten Ziel. Wir sind 150 km vor S.[sic] Ein herr­li­cher Tag ist drau­ßen heu­te, frisch aber mit Früh­lings­ah­nen geht die Luft. Wo wir eben jetzt fah­ren ist es etwa so […]

21. März 1941

[410315–1‑1] Sonn­abend, den 15. März 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! [ Wir fah­ren, fah­ren, fah­ren – nun schon den drit­ten Tag. Die ers­ten bei­den Tei­le mei­nes Berich­tes schick­te ich ges­tern von einer unter­­wegs-Sta­­ti­on [sic] ab. Hof­fent­lich hast Du sie erhal­ten. Immer wei­ter ent­führt uns die Bahn der Hei­mat. Man emp­fin­det es […]

01. März 1941

[410301–2‑1] Sonn­abend, am 1. März 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes Herz! Mein [Roland], Du! Nun müs­sen Du und auch ich wie­der zu Papier und Feder grei­fen. Und das ist uns ein lie­ber Trost, zu wis­sen, daß uns[e]re lie­ben Boten alle Tage zwi­schen Dir und mir gehen – alle Tage, zu jeder Zeit gehen sie hin und […]

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