Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Zivilverteidigung

01. November 1939

[391101–2‑1] O., am 1. Novem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­ter, mein [Roland]! Kurz nach 4 Uhr ist es — ich hab[e] den Tag end­lich geschafft. Du, Liebs­ter! Drau­ßen scheint die Son­ne, ach und über­all, wohin ich sehe, ist’s als sei alles vom Son­nen­schein ver­klärt. Du! Die gan­ze gro­ße Selig­keit die­ser ver­gan­ge­nen Tage tra­ge ich noch in mir. Es war […]

10. September 1939

390910–2‑1 O., am 10. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Du weißt ja nicht wie froh ich bin, daß ich end­lich Gewiß­heit habe. Bis zum letz­ten Augen­blick habe ich gehofft, daß Du mir schrei­ben wirst. Ges­tern, am Sonn­abend, muß­te doch der end­gül­ti­ge Bescheid kom­men — einen Kar­ten­gruß erhielt ich wohl, für den ich herz­lich dan­ke […]

05. September 1939

390905–1‑1 S. am 5. Sep­tem­ber 1939. Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Sei recht sehr bedankt für Dei­nen lan­gen, schö­nen Brief. „Glau­bet ihr nicht, so blei­bet ihr nicht.“ [Jesa­ja 7:9] „Was betrübst Du Dich, mei­ne See­le und bist so unru­hig in mir? Har­re auf Gott!“ [Psalm 42:6] Plea­se fol­low and like us:

04. September 1939

390904–2‑1 (3. Sep­tem­ber 1939.) O., am 4. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Nimm mei­nen herz­lichs­ten Dank für Dei­nen lie­ben Sonn­tags­gruß, der mich so uner­war­tet über­rasch­te und erfreu­te. Zugleich schrie­ben mir auch Dei­ne lie­ben Eltern. Als ers­tes kom­me ich gleich zu Dei­nem Vor­schla­ge, den ich voll und ganz bil­li­ge. Ich den­ke, daß ich Mon­tags und […]

02. September 1939

390902–2‑1 O., am 2. Sep­tem­ber 1939. Am Mon­tag. (2. Sep­tem­ber 1939.) Mein lie­ber [Roland]! Der ers­te Tag wie­der daheim, er ver­ging im Ver­gleich mit dem ver­gan­ge­nen recht lang­sam und er war aus­ge­füllt mit stram­mer Arbeit. Es war mir nicht leicht heu­te, ich füh­le recht deut­lich, wie Ihr Lie­ben mich ver­wöhnt habt in die­sen 14 Tagen. […]

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