Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Zeitumstellung

05. November 1942

18.)

Don­ners­tag, am 5. Novem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein liebs­ter [Roland]! Herzensmannerli!

Ja, es stimmt schon, Du! Es ist schon Don­ners­tag, da ich zu Dir kom­me. Eben wird es Tag, ein Herbst­mor­gen däm­mert her­auf – es ist 7 Uhr vor­bei und ich habe, trotz­dem uns­re Lese­lam­pe brennt, schon die Rol­los hoch­ge­zo­gen, damit ich dem lieben […]

01. November 1942

15.)

Sonn­tag­abend, am 1. Novem­ber 1942. 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mein aller­liebs­ter [Roland] Du! Herzelein! 

Das Bes­te kommt zuletzt! Ja Du, das ist nicht nur eine lee­re Redens­art, Du bist mir wirk­lich das Bes­te, und zu Dir kom­me ich am liebs­ten, wenn gar­nichts mehr vor­liegt, wenn nichts mich drängt, damit ich ganz unge­stört bei Dir sit­zen kann. 

Mein Schät­ze­lein! Sonn­tag heute. […]

29. Oktober 1942

[421029–1‑1]

Mon­tag, Don­ners­tag, den 29. Okt. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Vor­bei der Dienst. Er ließ sich heu­te so flau an und brach­te auf die letz­te Stun­de noch einen gan­zen Schwung Arbeit. Bin auf dem Heim­weg noch ein Rin­gel durch den Park gegan­gen. Ein grau­er, rau­er Herbst­tag ist heu­te – das hab ich erst am Abend gemerkt. […]

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