20. Oktober 1941

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Mon­tag, am 20. Okt.[ober] 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du mein liebs­ter [Roland]!

Wirst Dich wohl wun­dern über mein son­der­ba­res For­mat des Brief­pa­pie­res!

Das ist auch wie­der mal ein Not­be­helf, Zei­chen des Krie­ges! Ich bekam erst gark­eins und dann noch die­ses hier. Na, bes­ser als keins! Ich kann Dir hier wenigs­tens noch immer alles schrei­ben, Du! Jetzt ist nun wie­der Ruhe in mei­ner Burg. Um 3 [Uhr] ist es, nach­mit­tags. Eben bin ich fer­tig mit auf­räu­men. Tan­te Gret­chen habe ich vor­hin zum 1333 [Uhr] Zug gebracht, die rollt jetzt schon nach Dres­den zu! Die Arme, bei dem schlech­ten Wet­ter! Wenn sie nur beim Heim­keh­ren ein war­mes Stüb­chen hät­te! Wei­ter­le­sen!

9. Oktober 1941

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Don­ners­tag, am 89. Okto­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du!! Mein gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Heu­te woll­te es doch über­haupt nicht Tag wer­den, der Him­mel ist ganz zuge­hängt mit dicken, grau­en Wol­ken. Und ich habe bis in die 9. Mor­gen­stun­de Licht gebrannt. Weil ich mir sonst nichts vor­neh­men konn­te, begann ich gleich mit dem Rei­ne­ma­chen in der Küche und nun bin ich auch fer­tig damit. Fein! Da habe ich mor­gen etwas weni­ger. Auf den Post­bo­ten habe ich heu­te ver­geb­lich gewar­tet, er ging vor­bei. Na, aber mor­gen kommt er gewiß wie­der zu mir! Wei­ter­le­sen!

16. Mai 1941

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Frei­tag, am 16. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!!

Herz­lieb! 2 lie­be Boten von Dir sind heu­te früh zu mir gekom­men. Ich habe mich ganz sehr dar­über gefreut, Du!! Und ich dan­ke dir recht herz­lich dafür! Vom 1. Und 2. Mai sind sie, und alle bei­de doch erst am 15. Mai abge­stem­pelt! Soo [sic] lan­ge haben die nun gele­gen, ehe sie auf Rei­sen gin­gen! Wei­ter­le­sen!

24. April 1941

T&Savatarsm[410424–2-1]

Don­ners­tag, am 24. April 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein [Roland]!

½ 3 Uhr vor­bei zeigt die Uhr, wir zwei [Hilde]n sit­zen bei­sam­men im war­men Stüb­chen. Eine näht – eine schreibt. Wel­che wird denn nun von bei­den schrei­ben? Wei­ter­le­sen!

14. März 1941

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Frei­tag, am 14. März 1941.

Mein lie­ber [Roland]!

Ges­tern nach­mit­tag kam Dein lie­ber Bote vom Diens­tag. Sei recht herz­lich bedankt dafür! Zum Ein­ver­ständ­nis und als Ant­wort auf Dein lie­bes Geheim­zei­chen nicke ich mit dem Kop­fe. Ja! Du!! Nun bist also mein blau­er Jun­ge! Ich möch­te Dich doch zu ger­ne ein­mal sehen!! Wei­ter­le­sen!