Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Winterwetter

05. Dezember 1942

[421205–2‑1]

46.)

Sonn­abend, am 5. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]!

Du! Guten Mor­gen! Guten Mor­gen! Ganz artig kom­me ich zu Dir. Du! Bin ja schon so mun­ter, Her­ze­lein! Daß ich gleich mal hin zu Dir käme, Dir einen Streich zu spie­len, – als Druck­feh­ler­teu­fel, Tin­ten­spatz. Ach Du!

02. Dezember 1942

[421202–2‑1]

43.)

Mitt­woch­abend, am 2. Dezem­ber 1942. 

Her­zens­schät­ze­lin! Mein liebs­ter [Roland]!

Ich bin recht müde heu­te Abend, aber ich kann nicht ins Bett­lein gehen, ehe ich nicht bei Dir war, Du! Die Kin­der waren leb­haft heu­te! So froh war ich, als es 6 Uhr war. Wie haben Tisch­schmuck für die Frau­en­schaft gebas­telt, die mor­gen Abend 

23. November 1942

[421123–2‑1]

Mon­tag­abend, am 23. Novem­ber 1942.

34.)

Gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]!

Wirst den­ken, ich sei um die­se Abend­stun­de – es ist gleich 10 Uhr – noch auf dem Haupt­bahn­hof beim Dienst. Aber nein, ich bin schon zuhaus! Und kom­me nun noch, Dir Gute­nacht­sa­gen, Du!! Du!!!

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