30. September 1941

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Diens­tag, am 30. Sep­tem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!!!

Eben bin ich mit mei­ner Arbeit fer­tig, habe mich gewa­schen und umge­zo­gen und nun will ich zuerst Dein den­ken, Du! Was wirst [Du] denn jetzt machen um die­se Stun­de? Es wird gleich 1400 [Uhr] sein. Ob Du wohl Mit­tags­ru­he hältst? Ach, ich wüß­te es doch soo ger­ne! Gleich käme ich ein­mal ganz lei­se hin zu Dir, um nachzuschau[e]n, ob mein Herz­lieb auch schön zuge­deckt ist und schläft! Gelieb­ter! Mein [Roland]! Ach Du, wie lieb ich Dich habe!!! Soooooo sehr lieb!!!!! Nun hast Du die ers­te Nacht wie­der in Dei­nem Bett­lein geschla­fen, das Köpf­chen nach der Rich­tung zu mir hin gewandt, ja Du? Und ich dre­he mich Dir zu!! Ganz lieb habe ich Dein gedacht ges­tern abend vor’m Ein­schla­fen – ach, ich mei­ne, daß Du es gefühlt hast. Nach ½ 10 [Uhr] abends bin ich schla­fen gegan­gen. Wei­ter­le­sen!

13. Juni 1941

[410613–1-1]

Frei­tag, den 13. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein!

Kein Bote, aber ein fei­nes Paketl ist heu­te zu mir gekom­men. War doch mäch­tig gespannt auf uns[e]re Bil­der. Das Ergeb­nis ist teils-teils. Na, das kann nur zu neu­en Taten spor­nen – der Hubo knipst, das lie­be Frau­chen zahlt – und die Kame­ra­den­frau­en mit. Wei­ter­le­sen!

27. Januar 1941

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Mon­tag, am 27. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Mei­ne lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter Du!!

Heu­te ist es wie­der grim­mig kalt drau­ßen, alles ist hart gefro­ren, auch die Fens­ter sind zu bis oben­hin. Aber – die lie­be Son­ne scheint, Du! So hell! Und so blau ist der Him­mel! Wun­der­schön ists [sic: ist es] drau­ßen. Wenn ich jeman­den hät­te an des­sen war­mer lie­ber Sei­te, in des­sen schüt­zen­den Arm ich mich kuscheln könn­te, Du! Ich gin­ge an die­sem herr­li­chen Nach­mit­tag wahr­haf­tig spa­zie­ren! Aber so allein – Du!! da ist mir’s doch zu kalt, trotz… bloß drau­ßen!!! Du! Wei­ter­le­sen!

23. Januar 1941

T&Savatarsm[410123–2-1]

Don­ners­tag, am 23. Janu­ar 1941.

Du!!! Gelieb­ter!! Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Heu­te bin ich soo glück­lich, Du!!! So voll Freu­de!! Voll himm­li­scher Freu­de!! Herz­al­ler­liebs­ter Du!! Ist’s denn mög­lich – Du?!! Der Chef selbst hat von Dei­nem Urlaub gespro­chen?!! Du!!! Ich habe die­se Stel­le paar­mal [sic] lesen müs­sen, Du!!! Ich konn­te das gar­nicht [sic] fas­sen! Herz­al­ler­liebs­ter!! Wei­ter­le­sen!

21. Januar 1941

T&Savatarsm[410121–1-1]

Diens­tag, den 21. Janu­ar 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]!!

Fei­er­abend ist nun bei mir! Wie fein, daß ich mich in die Schreib­stu­be zurück­zie­hen darf und hier ganz allein im Zim­mer auf dem Ses­sel und am Schreib­tisch des Haupt­feld­we­bels Dei­nen Boten auf den Weg schi­cken kann. Du!! Dein [Roland] hat es so gut. Wei­ter­le­sen!