13. Februar 1942

Pieter Bruegel the Elder - The Tower of Babel (Vienna) - Google Art Project - edited.jpg
Der Turm­bau zu Babel, 1563, von Pie­ter Brue­gel der Älte­re, ursprüng­lich aus dem Goog­le Art Pro­ject., Gemein­frei, Link

[420213–1‑1a]

Wien, den 13. Febru­ar 1942

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Auf dem toten Gleis, so kommt man sich hier vor, abge­stellt. Ach, wie man­cher, der jetzt so bös mit dran muß, wünsch­te es sich viel­leicht so. Es ist eben kein Mensch zufrie­den mit dem, was er gera­de hat. Und wir soll­ten es doch sein, ganz zufrie­den und dank­bar. Oh ja, ganz zufrie­den und dank­bar. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

30. September 1941

T&Savatar[410930–1‑1]

[Thes­sa­lo­ni­ki] Mon­tag, den 29. Sept. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib!

Ist es denn wirk­lich mög­lich, daß nun das Meer, das Ägäi­sche, wie­der her­auf­rauscht? Daß ich nun die­se Stadt wie­der­se­he, Salo­ni­ki? Ist es nur ein Traum? Oder sind es die ver­gan­ge­nen Tage? Ich weiß nicht. Traum­haft erscheint alles. Nur, wel­cher Traum der schö­ne­re war, das weiß ich, Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

29. September 1941

T&Savatar[410929–2‑1]

Mon­tag, am 29. Sep­tem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Heu­te beginnt die ers­te Woche ohne Dich, Du!! Mon­tag ist. Und über­mor­gen fängt schon der neue Monat an, Okto­ber. Die Zeit läuft unauf­halt­sam wei­ter – sie läßt sich nicht auf­hal­ten. Und das ist auch gut so, Du!!! Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

28. September 1941

T&Savatar[410928–2‑1]

Sonn­tag, am 28. Sep­tem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Der ers­te Sonn­tag allein – o ja, Herz­lieb! Ich habe es gespürt, wie allein ich heu­te war.

Aber ich will nicht kla­gen, Du! Die lie­ben Eltern hat­te ich ja bei mir, – und ich weiß genau, daß sie mich heu­te mit­nah­men, um mir mein Allein­sein zu neh­men, daß [sic] ich noch so sehr füh­le nach die­sen weni­gen Tagen Dei­ner Abrei­se. Ach Du! Mein Herz ist noch so wund, ich könn­te laut schrei­en vor Sehn­sucht nach Dir, Gelieb­ter! Und ich weiß doch genau, daß uns[e]re schö­ne Zeit zu Ende ist, daß sie einer lan­gen War­te­pau­se Platz machen muß­te. Die Pau­se muß ja sein – Du! – sonst kann ja kein neu­er Urlaub kom­men! Ach, ich zwin­ge mich mit aller Gewalt zur Ver­nunft, Her­zens­schät­ze­lein! Ich will mir nichts mer­ken las­sen – viel­leicht sieht mir Mutsch doch mei­ne Ruhe­lo­sig­keit an den Augen ab. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error

27. September 1941

T&Savatar[410927–1‑1]

Sonn­abend, den 27.9.41

Herz­al­ler­bliebs­te!

Noch schnell, bevor der Zug aus­läuft, ein klei­nes Zei­chen. Nach lan­gem Anste­hen habe ich nun end­lich einen Platz erobert im Zuge. Er fährt 1145 Uhr ab. Du wirst mich in Gedan­ken schon ganz wo anders suchen. Und ich wünsch­te, ich wäre auch schon wei­ter. Ich will nun wie­der an den Ort, von dem aus ich wie­der vor­aus­den­ken kann zu Dir, zum nächs­ten Urlaub, zur nächs­ten Heim­kehr. Die Unter­bre­chung, so schön sie schei­nen mag, sie ist es nicht. Aber ich habe wenigs­tens ein­mal rich­tig geschla­fen, in der Wehr­machts­un­ter­kunft, auf mei­nem wei­ßen Kopf­bett­lein, das Ihr mir geschenkt habt. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error