26. Oktober 1941

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Son­ntag, am 26. Okto­ber 1941.

Herzenss­chätzelein! Mein geliebtes, teures Herz! Mein lieb­ster [Roland].

Und wieder neigt sich ein Tag seinem Ende zu. Ein Son­ntag. Wieviele Son­ntage sind es noch bis Wei­h­nacht­en? Noch 8! Das ist wenig, ja Du? Aber wenn man sie alle muß vorüberziehen lassen, dann merkt man, wie lang doch 8 Wochen sind! Und Wieviele [sic] Son­ntage müssen dann noch verge­hen, ehe Du wieder bei mir sein kannst? Oh Du! Die wollen wir heute noch gar­nicht abzählen! Wir kön­nten son­st die Geduld ver­lieren, Her­zlieb! Du!! Weit­er­lesen!

27. August 1941

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Mittwoch, den 27. Aug. 1941

Mein liebes, teures Weib! Herzenss­chätzelein! Holde mein!!

Nun ist es so weit, daß ich Dir meinen let­zten Boten schick­en soll, bevor ich sel­ber komme, bevor wir uns wieder­se­hen. Oh Geliebte! So dicht vor uns[e]rer großen Freude, so kurz vor mein­er Heimkehr zu Dir, zu Dir, laß uns die Zeit uns[e]rer Tren­nung bedenken, damit wir uns auch ganz tief und dankbar freuen. Weit­er­lesen!

24. August 1941

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Son­ntag, den 24. August 41

Mein liebes, teures Herz! Herzenss­chätzelein! Geliebte!

Wo bist Du denn eben jet­zt? Her­zlieb? Komm zu mir! Setz Dich lieb neben mich, ganz nahe – noch ein bis­sel näher – ach gle­ich auf meinen Schoß, Herzelein! Ich möchte Dir ganz lieb etwas sagen. Wirst [Du] mir fein zuhören? Das Man­ner­li wird erst am Dien­stag bei Dir sein. Ach Du! Sei nicht bös[‘] jet­zt – oder sei es und grolle mir – Dein Man­ner­li ist ja schon auf dem Weg zu Dir in diesem Augen­blick. Und mor­gen, Son­ntag, wo es bei Dir einkehren wollte, da ist es Dir schon so viel näher. Und noch ein­mal schlafen, Mon­tag, da soll doch schon das Telegramm kom­men – und dann dauert es gar nim­mer lange. 48 Stun­den nur mehr Geduld, Her­zlieb – das Man­ner­li auch! Und warum? Weit­er­lesen!

23. August 1941

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Fre­itag, den 22. August 1941

Herzenss­chätzelein! Her­zlieb! Geliebte Mein!

Let­zter freier Nach­mit­tag heute – vor der großen Reise – in der näch­sten Woche will ich ihn doch gle­ich noch mit dran­hän­gen an den Urlaub, damit ich schon am Nach­mit­tag fahren kann. Wenn das möglich ist, geht meine Reise über Bel­grad – Agram – Graz – München – Hof. In München soll der Zug am zweit­en Tage 1918 [Uhr] ein­tr­e­f­fen. Nach meinem Fahrplan geht es dann 2130 [Uhr] weit­er in Rich­tung Chem­nitz, wo ich schon gegen 6 Uhr mor­gens ein­tr­e­ffe. [Es] Kann also sein, daß mein Telegramm in München aufgegeben ist – und tele­fonieren, kann ich denn das schon so früh? Du! Mein Her­zlieb wird schon munter sein – ist ja immer munter, wenn das Man­ner­li geguckt [sic] kommt! Na, wir wer­den schon sehen. Her­zlieb! Kannst [Du] Dir denken, daß das Man­ner­li schon ein bis­sel vom Reise­fieber gepackt ist? [Das] Äußert sich in der Freude, die nun kaum noch zu hal­ten ist. Weit­er­lesen!

22. August 1941

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Don­ner­stagabend, am 21. August 41.

Mein her­zlieb­ster [Roland]! Geliebter! Herza­ller­lieb­ster mein!

Es ist um 9 00 [Uhr] abends, ich bin seit ein­er Stunde wieder daheim aus der Stadt. Und nun muß ich erst noch ein paar Worte mir Dir tauschen Her­zlieb, ehe ich schlafen gehe. Worte mir Dir tauschen, Du? Geht denn das brieflich? Du?! O ja, mit Dir kann ich mich unter­hal­ten, auch wenn ich Dich nur in Gedanken bei mir habe! Du!!! Weit­er­lesen!