02. Dezember 1941

[411202–2-1]

Diens­tag, am 2. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!

Gleich zu Anfang habe ich eine sel­te­ne Fra­ge an Dich! Hast Du etwa mei­nen Kork vom Tin­ten­fäß­chen gefun­den in einem Dei­ner Päck­chen? Ach, wie dumm! Du kannst sie ja noch gar­nicht emp­fan­gen haben!! Aber, Her­ze­lein! Gib nur mal Obacht, gelt? Denn seit ich die Weih­nachts­päck­chen pack­te, ist mein Kork ver­schwun­den! Sollst nicht den­ken, das sei eine Bei­ga­be!! Du! Ich habe gar kei­ne Ruhe mehr, seit ich auf den Gedan­ken nun kam, ich könn­te ihn bei Dir mit ver­packt haben! [S]ollst also nicht den­ken, daß ich Dich irgend­wie froz­zeln will. So! Nun geht’s wei­ter. Wei­ter­le­sen!

12. Juni 1941

[410612–2-1]

Don­ners­tag, am 12. Juni 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­bes, gutes Man­ner­li!

Du!! Vom Rosen­mo­nat sagst Du mir in Dei­nem letz­ten Brie­fe – ach Du! Bei uns ist es noch lan­ge nicht so weit! Und bei Euch ist schon die gan­ze Pracht ziem­lich vor­über – durch die Hit­ze. Ich muß eben dar­über nach­den­ken, wenn ich hier am Tische sit­ze – im geheiz­ten! Zim­mer. Ja, Dicker­le! Es ist unmög­lich, ohne Feu­er im [Z]immer still zu sit­zen. Drei Tage Regen mit Sturm ver­moch­ten so eine gro­ße Abküh­lung her­bei­zu­füh­ren. Wei­ter­le­sen!