Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Wetter

31. Mai 1942

[420531–1‑1] Sonn­tag, den 31. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein herz­lie­bes Schät­ze­lein! Huch! Ist das eine Hit­ze heu­te! Schla­fen kann man gar nicht zu einem Mit­tags­stünd­chen, die Stie­gen sind zu hoch, wir haben unse­re Net­ze noch nicht gespannt. Ich komm[‘] gleich ein bis­sel zu Dir, da ist es nicht so warm – und wenn es so […]

30. April 1942

[420430–2‑1] Don­ners­tag, am 30. April 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­tes treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland]! Nach­mit­tags um 3 Uhr ist es jetzt. Ich bin nun fer­tig mit mei­ner Arbeit im Hau­se; fer­tig für heu­te. Schon alles rei­ne­ge­macht habe ich, weil gro­ße Wäsche bevor­steht; damit wir uns nicht so zu über­an­stren­gen brau­chen. Wir wer­den wohl Sonn­abend Sonn­tag waschen, […]

18. März 1942

[420318–2‑1] 40. Mitt­woch, am 18. III. 1942. Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Ehe mein Dienst beginnt, will ich zu Dir kom­men. Es ist ½ 11 [Uhr] am Vor­mit­tag und ich kann eben mal ein wenig ver­schnau­fen, das Essen steht auf dem Feu­er. Plea­se fol­low and like us:

13. Februar 1942

Der Turm­bau zu Babel, 1563, von Pie­ter Brue­gel der Älte­re, ursprüng­lich aus dem Goog­le Art Pro­ject., Gemein­frei, Link [420213–1‑1a] Wien, den 13. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Auf dem toten Gleis, so kommt man sich hier vor, abge­stellt. Ach, wie man­cher, der jetzt so bös mit dran muß, wünsch­te es sich viel­leicht so. […]

30. Dezember 1941

[411230–1‑1] [Salo­ni­ki,] Diens­tag, den 30. Dezem­ber 1941 Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes teu­res Weib! Hol­de mein! Oh Gelieb­te! Soviel Son­nen­schein ist in mei­nem Her­zen! Soviel Glücks­ge­fühl! Oh Her­ze­lein! Ich konn­te doch gar kei­nen Schlaf fin­den, kei­ne Ruhe – ich habe Dich müs­sen ganz lieb­ha­ben – Du! Du!!! Plea­se fol­low and like us:

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