09. April 1941

Thessaloniki under the German occupation
Das Stein-Gebäu­de am Eleft­he­ri­as-Platz im grie­chi­schen Thes­sa­lo­ni­ki, das am 9.April 1941 von Wehr­macht­trup­pen besetzt wur­de. April 1941, Foto­graf unbe­kannt. Lizen­ziert unter Crea­ti­ve Com­mons Attri­bu­ti­on-Sha­re Ali­ke 3.0 Unpor­ted, über Wiki­pe­dia, 4/2016, Foto ein­ge­stellt von Phil­ly boy92.
[410409–2‑1]

Mitt­woch, am 9. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb Du!! Die gro­ße Freu­de ist noch immer in mir, die Glück­se­lig­keit, daß uns[e]re Boten der Lie­be uns ein­bin­den wie­der[,] ganz fest ver­bin­den. Sooo [sic] weit sind wir von­ein­an­der ent­fernt, sooo nahe sind wir uns durch uns[e]re Zei­chen der gro­ßen Lie­be! Du!! Oh Du!! Ich habe Dich so ganz sehr lieb! Mein [Roland]! Ganz tief und fest und traum­los habe ich heu­te Nacht geschla­fen, Herz­lieb! Weil ich so froh und glück­lich bin, weil ich nun weiß, wir rei­chen uns wie­der ganz lieb und fest die Hän­de! Ich habe lan­ge nicht mehr von Dir geträumt, wohl seit Du wie­der ein ste­hen­des Quar­tier hast. Die ers­te Zeit, da Du noch auf der Bahn saßt, habe ich Nacht für Nacht von Dir geträumt – und weil ich in die­ser Zeit auch so ganz im Unge­wis­sen war über Dich, da waren mei­ne Ner­ven mehr auf­ge­peitscht. Wei­ter­le­sen!

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06. Oktober 1940

Mussolini a Hitler - Berlín 1937
Mus­so­li­ni und Hit­ler in Ber­lin, Sep­tem­ber 1937. Quel­le: Fel­vi­dé­künk — Hon­véd­sé­günk / Tria­n­on­tól-Kas­sáig, Vité­zi rend Zri­nyi cso­port­juának kia­dá­sa, Buda­pest, 1939. Foto: Ladis­lav Lup­pa, über Wikie­me­dia CC-Lizenz „Namens­nen­nung – Wei­ter­ga­be unter glei­chen Bedin­gun­gen 3.0 nicht por­tiert“, 10.2015.
[401006–1‑1]

Sonn­tag, den 6. Okto­ber 1940

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Nun kann ich schon wie­der mit Dir plau­dern. Ist doch eine tröst­li­che Ein­rich­tung, die Post. Drei­er­lei hat­te sie ges­tern für mich. Wie ich mich dar­über freue! Ges­tern abend noch erhielt ich Dei­nen lie­ben Boten vom Frei­tag. Ach Du! Ob sich das Geschreib­sel immer bis auf die Sil­be reimt, das ist nicht so wich­tig. Wenn es nur von Dei­ner Hand ist, und wenn ich nur am Ende lese, daß Du mich lieb hast, dann legt sich Son­nen­schein auch über den trübs­ten Tag. Wei­ter­le­sen!

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19. September 1940

Bundesarchiv Bild 183-R99542, München, Judenverfolgung, Michael Siegel.jpg
Nicht Teil des zukünf­ti­gen Glücks, von dem Roland schreibt: jüdi­sche Deut­sche wie der Münch­ner Rechts­an­walt Dr. Sie­gel waren schon lan­ge aus der ‘Volks­ge­mein­schaft’ aus­ge­schlos­sen, hier März 1933, DBa, Bild 183-R99542 / CC-BY-SA 3.0. Licen­sed under CC BY-SA 3.0 de via Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

[400919–1‑1]

den 19. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Don­ners­tag ist schon wie­der. Mit­tags­pau­se. Es geht eine laue Luft. Ich sit­ze auf mei­nem Sche­mel im Gar­ten und nut­ze die Frei­zeit, Dir zu schrei­ben, denn heut[e] abend drän­gen sich die Geschäf­te wie­der: Kar­tof­fel­schä­len, Kino (Es ist auf heu­te ver­scho­ben wor­den). Neu­es Brief­pa­pier. Ich bekam einen Block in der Kan­ti­ne. Sieg­fried, der gute, schreib­flei­ßi­ge hat mich schon auf­ge­stö­bert in mei­ner neu­en Stel­lung. Er erhielt ges­tern einen lan­gen Brief. Wei­ter­le­sen!

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