Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Weihnachtsvorbereitungen

17. Dezember 1942

[421217–1‑1]
Don­ners­tag, den 17. Dezem­ber 1942 

Herz­al­ler­liebs­te! Mei­ne lie­be liebs­te [Hil­de]!

Her­ze­lein! Bist ja noch ein­mal zu mir gekom­men am Frei­tag, bist so lieb gekom­men – [gap?] z mir – o [sic] Du! Du!!! Mei­ne [Hil­de]! Ich dan­ke Dir sehr! 

Wirst jetzt eben in der Sing­stun­de sein – das Man­ner­li hat heut [sic] abend […]

09. Dezember 1942

[421209–2‑1]

50.)

Mitt­woch­abend, am 9. Dezem­ber 1942.

Her­ze­lein! Schät­ze­lein! Mein aller­liebs­ter [Roland]! Du!!

Nun rate mal, Du! Wonach es bei uns riecht heu­te Abend!

Nach Husche­gans! Nach Husche­gans! Hur­ra! Sie ist da!!! Heu­te früh kam die Kar­te von der Post und ich bin sofort zum Bahn­hof gerannt, die heiß­ersehn­te in mei­ne Arme zu schließen!! 

07. Dezember 1942

[421207–2‑1]

47.) 

Am 2. Advent­sonn­tag 1942.

Gelieb­tes teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Nun wird es aber höchs­te Zeit, daß ich mich zu Dir set­ze, Du! Es hat mich doch schon paar­mal [sic] geschluckt, das wirst Du doch sein, der ans Tele­fon kommt! Du! Bei Dir ist die Uhr ja schon 9 [Uhr] vor­bei, wirst viel­leicht noch beim Heim­den­ken sein mein Lie­bes, gelt?

05. Dezember 1942

[421205–2‑2]

46.)

Sonn­abend­abend, am 5. Dezem­ber 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber guter [Roland]! Herzallerliebster!

Jetzt ist Abend. ½ 8 zeigt die Uhr. Du! Ich hab doch müs­sen rich­tig lachen heu­te, als Du mir in Dei­nem lie­ben Mon­tag­brief noch­mal rich­tig die Zeit­ver­hält­nis­se auseinandersetzt.

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