Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Weihnachtsfest

25. Dezember 1942

[421225–1‑3]
Oh Her­zens­schät­ze­lein! Geliebte! 

Weih­nach­ten! Mei­ne Lie­be möcht ich Dir brin­gen! Möcht Dir sagen und sin­gen und zei­gen, wie sooo lieb ich Dich habe. Möcht Dich beschen­ken – so lieb – mit dem Liebs­ten, das es gibt! Ob ich Dei­nen Wunsch wohl weiß? Ob ich Dir auch das Liebs­te schen­ken möch­te zur Weih­nacht? – Ja […]

19. Dezember 1942

[421219–1‑1]
Sonn­abend, den 19. Dezem­ber 1942 

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Heu­te ist doch der Fei­er­abend fein lang. Ich habe dies­mal Sonn­abend und Sonn­tag kei­nen Dienst , ein Wun­der bei­na­he. Bin am Nach­mit­tag erst ein schö­nes gro­ßes Rin­gel gegan­gen, durch die schö­nen frem­den Häu­ser wie­der, aber umge­kehrt den Weg. Habe die Bau­ten wie­der und wie­der mir bese­hen. Mit […]

26. November 1942

[421126–2‑1]

37.)

Don­ners­tag, am 26. Novem­ber 1942. 

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein Her­ze­lein! Aller­liebs­ter [Roland]! Du!!! 

Heu­te ist aber ein trü­ber Tag drau­ßen. Die Uhr zeigt erst die 3. Nach­mit­tag­stun­de und man könn­te schon Licht anbren­nen. Wie mag das Wet­ter bei Dir sein, mein Lieb? Bald ist ja nun 1. Advent. Und ich den­ke doch, daß der Mut­ter lie­ber Kranz ankommt bis dahin. 

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