Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Wehrmachthelferin

25. Mai 1942

[420525–1‑1] [Salo­ni­ki] Pfingst­sonn­tag, den 25.Mai 1942 Her­zen­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib! Heiß ist der Tag, kaum ein Wölk­chen am Him­mel. Wäre ich daheim, es lit­te mich nicht im Zim­mer, ich müß­te hin­aus in Flur und Wald. Aber es ist zu heiß und die­ses Land hier ist zu öde, ist erbar­mungs­los der Son­ne aus­ge­setzt. Gern […]

08. Mai 1942

[420508–1‑1] Frei­tag, den 8. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de mein! Wer viel Hun­ger hat, ißt viel – wer viel ißt, hat viel Hun­ger. Wer viel wäscht, ist viel schmut­zig. Du! Wenn die­se Schluss­fol­ge­rung stimm­te, dann – na, das mag ich gar nicht fer­tig schrei­ben, da hab[‘] ich denn nun doch zu viel […]

28. Oktober 1941

[411028–2‑1] Diens­tag, am 28. Okto­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Gelieb­ter!!! Nach­mit­tag ist [es], ich bin mit mei­ner Haus­ar­beit fer­tig und set­ze mich erst ein Stünd­chen zu Dir, ehe ich mei­ne übri­gen Pflich­ten erle­di­ge; als da sind: noch 3 Brie­fe schrei­ben, an Hell­muth. Du! Ich hat­te in der Zeit noch­mal bei Mut­ter in K. […]

26. Oktober 1941

[411026–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 26. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Lie­bes, teu­res Weib! Gelieb­te mein! Du! Komm zu mir! Ich bin allein! Und drau­ßen ist Regen und trü­ber Him­mel. Drin­nen aber ist Wär­me, vom Öfchen, Wär­me und Trau­te und Son­nen­schein des Her­zens. Daß ich allein bin? Plea­se fol­low and like us:

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