Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Wehrmacht

09. April 1941

[410409–2‑1] Mitt­woch, am 9. April 1941. Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­lieb Du!! Die gro­ße Freu­de ist noch immer in mir, die Glück­se­lig­keit, daß uns[e]re Boten der Lie­be uns ein­bin­den wie­der[,] ganz fest ver­bin­den. Sooo [sic] weit sind wir von­ein­an­der ent­fernt, sooo nahe sind wir uns durch uns[e]re Zei­chen der gro­ßen Lie­be! Du!! […]

30. März 1941

[410330–2‑1] Sonn­tag, am 30. März 1941. Herz­al­ler­liebs­ter Du!! Mein gelieb­tes Herz! Mein [Roland]!! Vater hält Mit­tags­ru­he, ich soll Dich recht herz­lich und viel­mals grü­ßen von ihm; er sag­te es, ehe er sich nie­der­leg­te. Ges­tern abend, als ich Dir schrieb, war Vater wie­der in N., Du weißt! Und brach­te dies­mal eine trau­ri­ge Nach­richt mit: sämt­li­che But­ter­fäs­ser der […]

13. März 1941

[410313–2‑1] am 13.3.41. Lie­ber [Roland]! Heu­te schrei­be ich Dir ein­mal aus Dei­ner zwei­ten Hei­mat [sie­he Abbil­dung], ja, ich habe mich ein­mal auf die Socken gemacht und bin glück­lich in O. [sic] gelan­det und gut auf­ge­nom­men wor­den. Die Rei­se aller­dings war sehr zeit­ge­mäß und an Zeit zum Rei­sen hat es wirk­lich nicht gefehlt!! Die Moral der […]

13. September 1939

390913–2‑1 O., am 13. Sep­tem­ber 1939. Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! ‚Heu­te ist der 13.‘ — so dach­te ich beim Auf­ste­hen am Mor­gen, und rich­tig, ¾ 9 konn­te ich Dei­nen Boten in Emp­fang neh­men. Ich begeg­ne immer unser[e]m Brief­trä­ger (Herrn Pes­ter, aus der Sing­stun­de) und er lacht schon von wei­tem, wenn er mich kom­men sieht. Und nun […]

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