19. Oktober 1940

Frottee-Handtuch.jpg
Frot­tee-Hand­tuch, Foto: Anna reg. Lizen­ziert unter CC BY-SA 3.0 über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

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Sonn­abend den 19. Okto­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein!

Nun muß ich mich wie­der Dei­nen haus­frau­li­chen Küns­ten anver­trau­en. Das Waschen hier wür­de mir [sic] viel Zeit und Umstän­de kos­ten, so gut bräch­te ich es doch nicht, das Was­ser hier ist nicht gut, kannst es an mei­nem Frot­téhand­tuch rie­chen, und es gibt kei­ne Tro­cken­mög­lich­keit. Die­se Sen­dung ist vor­aus­sicht­lich die letz­te von unse­rem jet­zi­gen Stand­ort aus. Dies­mal kann ich der Sen­dung auch etwas bei­le­gen für Euch alle. Sieh nur rich­tig hin, es steckt etwas im Hemd­lein, etwas Süßes, aber Dein Hubo ist es nicht. Nun sei recht bedankt für Dei­nen Lie­bes­dienst.

Es küßt Dich her­zin­nig; es grüßt Dich viel­tau­send­mal,

es liebt Dich ohn’ Ende in Treue immer­das [sic]

T&SavatarsmDein [Roland].

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16. Oktober 1940

Bundesarchiv RM 25 Bild-62, Flugzeugträger "Graf Zeppelin", Bau.jpg
Flug­zeug­trä­ger “Graf Zep­pe­lin”, Bau, Kiel, 21.6.1940. DBa RM 25 Bild-62 / CC-BY-SA 3.0. Über Wiki­me­dia Com­mons, 10.2015.

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Mitt­woch, am 16. Okto­ber 1940 in K..

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein gelieb­ter, guter [Roland]!

Ges­tern setz­te die Post aus und heu­te bekam ich dafür gleich zwei Brie­fe! Du, wie schön, [Roland]! Ich dan­ke Dir aus gan­zem Her­zen dafür. Die vie­len schö­nen Bil­der von Kiel!, nun schi­cke mir noch die Bahn­hofs­hal­le, die Stra­ßen­bil­der bis her­aus zu Dei­ner Kaser­ne und dann brauchst mich gar­nicht [sic] erst abzu­ho­len, wenn ich zu Besuch kom­me! Wei­ter­le­sen!

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19. September 1940

Bundesarchiv Bild 183-R99542, München, Judenverfolgung, Michael Siegel.jpg
Nicht Teil des zukünf­ti­gen Glücks, von dem Roland schreibt: jüdi­sche Deut­sche wie der Münch­ner Rechts­an­walt Dr. Sie­gel waren schon lan­ge aus der ‘Volks­ge­mein­schaft’ aus­ge­schlos­sen, hier März 1933, DBa, Bild 183-R99542 / CC-BY-SA 3.0. Licen­sed under CC BY-SA 3.0 de via Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.

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den 19. Sep­tem­ber 1940

Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!

Don­ners­tag ist schon wie­der. Mit­tags­pau­se. Es geht eine laue Luft. Ich sit­ze auf mei­nem Sche­mel im Gar­ten und nut­ze die Frei­zeit, Dir zu schrei­ben, denn heut[e] abend drän­gen sich die Geschäf­te wie­der: Kar­tof­fel­schä­len, Kino (Es ist auf heu­te ver­scho­ben wor­den). Neu­es Brief­pa­pier. Ich bekam einen Block in der Kan­ti­ne. Sieg­fried, der gute, schreib­flei­ßi­ge hat mich schon auf­ge­stö­bert in mei­ner neu­en Stel­lung. Er erhielt ges­tern einen lan­gen Brief. Wei­ter­le­sen!

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18. September 1940

Auszug aus dem Brief
Aus­zug aus dem Brief

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3. [sie­he Bild] Mitt­woch, am 18. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!

In die­ser Woche wirst Du nun an einem Tag leer aus­ge­hen beim Brie­fe ver­tei­len. Der gest­ri­ge Brief liegt im Wäsche­pa­ket. Du wirst dar­um nicht trau­rig sein.

Heu­te emp­fing ich Dei­nen lie­ben Boten; habe Dank, Liebs­ter! Hast also am Sonn­tag doch ein wenig Son­nen­schein gehabt, das freut mich für Dich. Ja, das wird nun nicht bes­ser, die Jah­res­zeit betrach­tet; [Du] mußt dann wohl oder übel mit drin­nen sit­zen bei den öden Gesel­len. Wei­ter­lei­ten!

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17. September 1940

79 Kirchweihfest 1940
Der Ker­weih­zug zieht durchs gan­ze Dorf, allen vor­an das Vor­tän­zer­paar, und dahin­ter die wei­te­ren Ker­weih­paa­re. Hier sind sie noch nicht in ihre fest­li­che Tracht geklei­det. Links neben dem Fest­zug steht der “Ker­weih­va­ter” zustän­dig für die gesam­te Orga­ni­sa­ti­on des Kirch­weih­fest­zu­ges. Foto 1940, Ort unbe­kannt, Autor Peter Schnei­der, über Wiki­me­dia Com­mons, 09.2015.
[400917–2‑1]

Diens­tag, am 17. Sep­tem­ber 1940.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein lie­ber, guter [Roland]!

Nun ist Dei­ne Umhül­lung wie­der in Ord­nung. Unver­schäm­tes Glück hat­te ich mit dem Wet­ter, es ist alles im Son­nen­schein, im Wind getrock­net. Hof­fent­lich kommt alles recht bald wohl­be­hal­ten in Dei­ne Hän­de. Heu­te tra[t]scht [sic: reg­nen, wohl von klat­schen] es, was nur vom Him­mel her­un­ter kann. Ich war früh um 7 Uhr schon auf den Bei­nen, nach dem Markt, in L.. Wei­ter­le­sen!

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