Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Wäsche

08. August 1941

[410808–2‑1] Frei­tag, am 8. August 1941. Gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Du!! Herz­lieb!! Eben bin ich aus der Bade­wan­ne gestie­gen, ach Du! Mir zit­tern rich­tig die Hän­de, so sehr habe ich gear­bei­tet. Ich bin schon ganz fer­tig mit Rei­ne­ma­chen, den­ke nur mal! Und schon geba­det! Und dabei zeigt die Uhr erst ½ […]

30. Juli 1941

[410730–2‑1] Mitt­woch, am 30. Juli 1941. Mein gelieb­tes teu­res Herz! Du mein aller­liebs­ter [Roland]! Die Uhr zeigt 4 (Uhr) am Nach­mit­tag. End­lich bin ich mit mei­ner Wäsche soweit, daß die Hälf­te auf der Lei­ne hängt. Ich muß­te sie des schlech­ten Wet­ters wegen auf den Boden hän­gen – es sieht auch nicht aus wie schön wer­den. […]

29. Juli 1941

[410729–2‑1] Diens­tag, am 29. Juli 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­ber, guter [Roland]! Ich kann nicht zur Ruhe gehen, wenn ich nicht Dein gedacht habe. Und wenn es heu­te auch nur weni­ge Zei­len sind, ich mei­ne es nicht min­der lieb und herz­lich mit Dir, mein Her­zens­schatz! Das sollst Du ganz sicher wis­sen!! Du!!! Da hat­ten wir […]

28. Juli 1941

[410728–2‑1] Mon­tag, am 28. Juli 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein herz­lie­bes, liebs­tes Man­ner­li, Du!!! Das war ges­tern ein schö­ner Sonn­tag. Und ich habe Dich ganz sehr her­bei­ge­wünscht, Gelieb­ter! Wir waren abends noch im Kino. „Frie­de­mann Bach”– Du kennst ja die Geschich­te um die­sen Gro­ßen der Musik. Und du warst es, der mich bewog, das Buch ‚Frie­de­mann […]

25. Mai 1941

[410525–2‑1] # [sie­he Abbil­dung] Sonn­tag, am 25. Mai 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland], Du!! Du!! Weißt[,] wo ich jetzt bin, Herz­lieb? In unser[e]m Gar­ten sit­ze ich und wei­he den neu­en Lie­ge­stuhl ein! Mit­ten in der Wäsche sitzt Dei­ne [Hil­de], die lus­tig auf der Lei­ne flat­tert. Wirst den­ken: nanu, am Sonn­tag! Ja […]

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