17. Juni 1941

[410617–1‑1]

Diens­tag, den 17. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te! Herz­lieb mein!!

2 lie­be Boten sind heu­te zu mir gekom­men – fein der Rei­he nach – heut[‘] mit­tag einer – und, ich habe mich ja ganz sehr gefreut, nach Fei­er­abend noch einer! Zu Fei­er­abend, wenn dann die Gedan­ken alle zu Dir gehen dür­fen – wenn wir dann auch ein wenig Muße haben – und noch ein Stünd­chen auf dem Bal­kon ste­hen, nach der [un]tergehenden Son­ne schau­en – oder wie ges­tern und heu­te nach dem Wet­ter­leuch­ten. Wei­ter­le­sen!

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23. Juni 1941

[410623–1‑1]

Mon­tag, den 23. Juni 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Hol­de mein!!

Wo find ich Dich denn nun heu­te, Gelieb­te? Dein lie­ber Bote vom 14. Juni gibt mir Ant­wort. Ob Ihr denn nun wirk­lich dort seid? Mein Herz­lieb im Elb­schlöß­chen?!! Am lie­ben Elb­st­ro­me? Und am Schie­nen­strang, der hin­auf führt ins Para­dies, Herz­lieb!, und dar­über hin­aus bis zu mir – paß nur fein auf, man­che Tage hängt der Wagen nach Salo­ni­ki dran, mein[‘] ich. Und ich weiß, mein Herz­lieb schickt mir tau­send lie­be Gedan­ken und Wün­sche – süd­wärts, süd­ost­wärts. Wei­ter­le­sen!

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10. Mai 1941

[410510–1‑1]

Sonn­abend, am 10. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein lie­ber, guter [Roland]!!

Es ist schon spät heu­te abend, da ich Dein den­ke. Seit früh­mor­gens bin ich mit Mut­ter auf dem Pos­ten, wir säu­bern die Schlaf­zim­mer gründ­lich. Alles, bis auf den Schrank haben wir her­aus­ge­schafft, Möbel­stü­cken [sic] abge­seift, Bet­ten im Gar­ten gelüf­tet, Dop­pel­fens­ter her­aus­ge­nom­men (end­lich!!) alles gescheu­ert, geboh­nert und wie­der ein­ge­räumt. Wei­ter­le­sen!

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07. April 1941

T&Savatarsm[410407–1‑2]

Mon­tag, den 7. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­leib, Gelieb­te mein!!

Nun war­te ich so wie Du auf den lie­ben Boten, der mir kün­det, daß Du erlöst wur­dest von dem quä­len­den, unge­wis­sen War­ten. Herz­lieb! Möch­te Dich die Freu­de dar­über reich ent­schä­di­gen, daß all die lie­ben Zei­len von Dei­ner Hand mich antref­fen bei bes­tem Wohl­be­fin­den, daß sie mich reich beglü­cken, daß Dei­ne lie­ben Boten alles getreu­lich bestel­len, wie Du ihnen den Auf­trag gabest. Und nun fin­det es schon schnel­ler zu mir. Denk, drei lie­be Boten erreich­ten mich heu­te, der letz­te, in dem Du mir von Dei­nem Sonn­tag berich­test. Sei tau­send­mal lieb bedankt, Du!!! 8 Tage ist also die kür­zes­te Rei­se bis­her. Wei­ter­le­sen!

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25. März 1941

T&Savatar[410325–2‑1]

Diens­tag, am 25. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!

Du!! Ich habe wie­der von Dir träu­men müs­sen heu­te Nacht. Herz­lieb!! Weil ich so voll Sehn­sucht nach Dir bin. In eine Kir­che trat ich – nach lan­gem Wan­dern durch eine mir völ­lig unbe­kann­te Gegend, vie­le Seen und Wie­sen sah ich, Som­mer war; denn ich trug ein leich­tes, dün­nes Kleid – und als ich ein­trat, allein, in die Küh­le des [G]otteshauses, um mich ein wenig nie­der­zu­las­sen – da hör­te ich Orgel­mu­sik und – es war, als set­ze mein Herz­schlag aus – das konn­te nur einer spie­len – so kann nur einer spie­len – mein [Roland]! Ich spü­re ganz deut­lich noch die süße, wun­der­sa­me Unru­he, die mich erfaß­te. Du!! Von Schu­bert „An die Musik“ spiel­te die Orgel – so deut­lich hör­te ich die ver­trau­te Melo­die. Und ich ging den Tönen nach, die schma­le Trep­pe hin­auf, und Gelieb­ter!! Da sah ich Dich! Dich, mein Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

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