Trug und Schein: Ein Briefwechsel

15. Dezember 1940

[401215–1‑1] Sonn­tag, den 15. Dez. 1940. Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Dei­ne trü­ben Gedan­ken woll­te ich alle ver­scheu­chen, den Schat­ten woll­te ich weh­ren. Und mir selbst woll­te ich wie­der ein­mal Klar­heit suchen. Gelieb­te! An einer gro­ßen Ent­schei­dung ste­hen wir bei­de. Und es ist nur ver­ständ­lich und recht, wenn wir nach­schau­en, wo wir beide […]

14. Oktober 1940

[401014–1‑1] Mon­tag den 14. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Ein straf­fer Mon­tag geht zu ende. Bis 5 Uhr Dienst. Gewehr­put­zen, Rasie­ren, Stie­fel­put­zen, Tor­nis­ter­schnal­len. Dar­über ist es ½ 9 Uhr gewor­den. Eine gro­ße Freu­de brach­te mir die­ser Tag noch: 3 Tage Boten auf ein­mal kamen heu­te, die vom Don­ners­tag, Frei­tag und Sonn­abend. Soviel […]

13. März 1940

[400313–1‑1] S. am 12. März 1940. Herz­al­ler­liebs­te, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Heu­te hat der Früh­ling wirk­lich zum ers­ten Male um die Ecke geschaut. Die Erde ist ein ein­zi­ges Rinn­sal, sie bricht auf, sie tut sich auf der bele­ben­den Son­ne. Wie­der geht ein Dienst­jahr zu Ende. Bald jährt sich der Tag zum zwei­ten Male, da wir uns […]

05. August 1939

[390805–1‑1] K. am 5. August 1939. Mei­ne lie­be [Hil­de]! Nun sit­ze ich tat­säch­lich wie­der in K.. Sprung­haft wie im Kino wech­seln wir mit Auto und Eisen­bahn die Schau­plät­ze. Wenn ich hät­te heim­wan­dern müs­sen, wäre der Abschied län­ger gewor­den. Du hät­test mich bis zur E. beglei­tet. Und dann hät­te ich ja noch oft zurück­bli­cken müs­sen, bis […]

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