23. Juni 1942

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K., am 23. Juni 1942

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes, treu­es Herz! Mein liebs­ter [Roland!]

Nun ist schon Diens­tag und heu­te kann aber kom­men was will, ich schrei­be Dir, Du mein lie­bes Her­ze­lein! Pracht­vol­les Wet­ter ist, seit ich hier bin, dar­an habe ich mei­ne Freu­de; denn ich kann doch fau­len­zen Herz­lieb! Ein­mal die Son­ne genie­ßen von früh bis abends! Ja, den­ke Dir nur, da bin ich doch schon neben­an bei S.s in der Ern­te­hil­fe tätig. Sieg­fried auch mit. Heu­ern­te ist’s! Wei­ter­le­sen!

12. October 1941

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[Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 12. Okto­ber, 1941

Herz­al­ler­liebs­te mein! Mein lie­bes teu­res Weib!

Es tat mir ja so leid, daß ich ges­tern so schnell mich los­rei­ßen muß­te und den Brief so halb fer­tig in den Kas­ten ste­cken – aber er wür­de Dich sonst nicht pünkt­lich errei­chen – und ich hat­te es Kame­rad K. nun ein­mal ver­spro­chen. Er hat mich in eine Bar mit­ge­nom­men. Vom Kino kamen wir ab, weil wir dann nicht hät­ten zusam­men­ge­hen kön­nen, er hat den „Post­meis­ter“ schon gese­hen. Wei­ter­le­sen!

01. April 1941

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Diens­tag, den 1. April 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Du! Du!!

Heu­te kann ich Dir ein Bild mit­schi­cken, eines vom Sonn­tag. Über­mor­gen schi­cke ich Dir alle Nega­ti­ve aus die­sem Film und Du mußt sie dann weg­tra­gen und ent­wi­ckeln las­sen. [Du] Weißt, das wird hier zu teu­er, d[as]. h[eißt]. für uns[e]re raren Lewa. Nächs­tens schi­cke ich Dir die geknips­ten Fil­me über­haupt ganz roh. Dies­mal nur ließ ich ihn hier ent­wi­ckeln, weil die Kame­ra­den alle betei­ligt und inter­es­siert waren, und nicht nur die­se, son­dern auch zwei Bul­ga­ren und ein deut­scher Infan­te­rist, die auf den übri­gen Bil­dern mit erschei­nen. Mit mei­nem Por­trait bin ich nicht so ganz ein­ver­stan­den: 1. bin ich unra­siert, 2. sind die Klei­der etwas aus der Ord­nung gera­ten von dem stei­len Auf­stieg. Also hof­fen wir, daß die nächs­ten Bil­der bes­ser gelin­gen. Wei­ter­le­sen!

30. März 1941

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Sonn­tag, den 30. März 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Sonn­tag­mor­gen ist. Um 8 Uhr ist erst Wecken. Es mag jetzt gegen ½ 7 Uhr sein. Die Stil­le neh­me ich wahr, um Dir mei­nen Sonn­abend­gruß zu sen­den. Ges­tern muß­ten wir schon früh um 5 Uhr aus den Decken, weil ein Teil der Kame­ra­den auf Rei­sen ging. Am Vor­mit­tag Groß­rei­ne­ma­chen auf gan­zer Front. Die Stu­ben und Stu­ben­be­leg­schaf­ten wur­den nun ein­ge­teilt. Nun lie­gen wir doch nicht mehr ganz so eng und kön­nen alles ein wenig bes­ser orga­ni­sie­ren im Inter­es­se einer grö­ße­ren Sau­ber­keit. Der Leut­nant, der bei uns geblie­ben ist, ist ein ver­nünf­ti­ger, fei­ner Kerl. Ges­tern gab es Urlaub bis 24 Uhr ([ich] will nicht sagen, daß daß [sic] nun gera­de ver­nünf­tig war für die meis­ten), er ließ uns in Anbe­tracht der Wär­me ohne Über­zie­her aus­ge­hen u[nd]s[o]w[eiter]. Bei dem Umräu­men ges­tern ist auch eine Schreib­stu­be ein­ge­rich­tet wor­den, und am Mon­tag wird der Betrieb also, wenn auch vor­läu­fig behelfs­mä­ßig, anlau­fen und wir haben einen Arbeits­platz. Wei­ter­le­sen!

15. Dezember 1940

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Sonn­tag, den 15. Dez. 1940.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Dei­ne trü­ben Gedan­ken woll­te ich alle ver­scheu­chen, den Schat­ten woll­te ich weh­ren. Und mir selbst woll­te ich wie­der ein­mal Klar­heit suchen. Gelieb­te! An einer gro­ßen Ent­schei­dung ste­hen wir bei­de. Und es ist nur ver­ständ­lich und recht, wenn wir nach­schau­en, wo wir bei­de ste­hen, damit wir dann des­to siche­rer wei­ter­schrei­ten. Daß uns[e]re Lie­be tief und ernst ist, daß sie stark genug ist, ein Kind­lein zu tra­gen, das möch­te ich Dir recht deut­lich machen. Und daß Dein [Roland] bereit dazu ist, des­sen möch­te ich Dich ganz ver­si­chern. Wenn ich dabei von mir spre­chen muß, sollst Du nicht den­ken, daß ich mich loben will. Ich möch­te Dir sagen: daß mei­ne Lie­be zu Dir nie erkal­ten wird. Wei­ter­le­sen!