Trug und Schein: Ein Briefwechsel

30. September 1940

[400930–2‑1] Mon­tag, am 30. Sep­tem­ber 1940. Herz­al­ler­liebs­ter, Du! Mein gelieb­ter [Roland]! Tief auf­at­men kann ich nun — die Ban­de ist fort! Eigent­lich ist das ein häß­li­cher Zug, so von Besuch zu reden. Aber glaubst [sic: glau­be], hier habe ich dabei nicht gelo­gen; die Kin­der betrach­tet. Heu­te früh um 9 [Uhr] sind sie fort, erst noch­mal zur Oma […]

21. September 1940

[400921–1‑2] Sonn­abend den 21. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, Du mei­ne lie­be [Hil­de]! Ich habe mich bei­sei­te­ge­stoh­len, sit­ze drau­ßen und las­se mir die Son­ne auf den Buckel schei­nen. Ich will Dir jetzt eini­ges von den Kame­ra­den auf der Stu­be erzäh­len. Wir lie­gen also 19 Mann auf der Stu­be. Unser Johann ist am Mitt­woch zurück­ge­kehrt. So, nun will ich […]

17. September 1940

[400917–1‑1] Diens­tag am 17. Sep­tem­ber 1940 Herz­al­ler­liebs­te, Du, mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Habe ich mich schon für den Sonn­tags­gruß bedankt? Es ist der schöns­te Augen­blick des Tages, wenn die Post ver­teilt wird, und man ist selbst glück­li­cher Emp­fän­ger. Ges­tern Mon­tag überraschte[n] und erfreu­ten mich die Zei­len Dei­ner lie­ben Mut­ter. Sage Ihr [sic] und Pappsch vie­len herzlichen […]

26. Dezember 1938

[381226–2‑1] O., am 2. Weih­nachts­fei­er­tag 1938. Mein lie­ber [Roland]! Am Hei­lig­abend war ich fest ent­schlos­sen, auch mit den Eltern einig, heu­te bei Ihnen in L. zu sein. Um den Weg hat­te ich kei­ne Angst, ich hät­te Sie auch bestimmt irgend­wo gefun­den, wären Sie nicht zu Hau­se gewe­sen. Am Abend woll­te ich zurück. Sie dür­fen sich nicht […]

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