Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Waffen

25. Oktober 1940

[401025–1‑1] Frei­tag, den 25. Okto­ber 1940. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te! Hol­de mein! Heu­te will man mir Dei­ne Zeit beschnei­den! Ich soll mit­ar­bei­ten und, dich­ten an der Zei­tung für unse­ren Abgang. Kannst Dir den­ken, wie gern ich das tue? Ich könn­te gleich trot­zen. Und trot­zen will ich auch: Du sollst mei­nen Boten emp­fan­gen wie sonst. […]

24. Oktober 1940

[401024–1‑1] Don­ners­tag den 24. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Komm, rück mal erst ganz nah her­an: muß Dir erst etwas im Ver­trau­en sagen: Schlecht geschos­sen habe ich heu­te. Es war die schwie­rigs­te Übung: ste­hend frei­hän­dig. Ich kann die schwe­re Knar­re nicht ruhig hal­ten. Da hab[‘] ich bloß […]

04. November 1940

[401104–1‑1] Mon­tag, am 4. Novem­ber 1940 Gelieb­tes Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du! Hol­de mein! Du! Ich glau­be, wir wer­den noch rich­tig eifer­süch­tig auf­ein­an­der wer­den. Dein lie­ber, lie­ber lan­ge Bote kam heu­te. Ich habe mich ja so sehr dar­über gefreut. Ich dan­ke Dir viel­tau­send­mal dafür. 1½ Sto. hat mein Tele­gramm gebraucht. Das war so recht […]

03. November 1940

[401103–1‑1] Sonn­tag, den 3. Novem­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te, Hol­de mein! Was meinst denn, was Dein Hubo heu­te getan hat? Du! Schwer zu raten — — er hat nach unse­rem Stüb­chen aus­ge­schaut, Du! Ganz anders ist es, als ich mir es geträumt habe und als Du Dir es aus­ma­len magst, Gelieb­te! Plea­se fol­low […]

17. Oktober 1940

[401017–1‑1] Don­ners­tag, den 17. Okto­ber 1940 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be [Hil­de] Du! Hol­de mein! Wie hat mich Dein lie­ber Bote heu­te beglückt, Gelieb­te! Ganz pünkt­lich war er zur Stel­le. Soviel Glück und Freu­de brach­te er mir, Hol­de! Daß Du an mir halt fin­dest, daß Dich der Gedan­ke an mich stärkt, daß auch Du […]

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