Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Waesche

04. November 1942

Mitt­woch, den 4. Nov. 1942

Teu­res, gelieb­tes Herz! Mei­ne [Hil­de]! Gelieb­te mein!

Ein Pracht­tag war doch heu­te bei uns. Wind­stil­le – Wind gib­te [sic] es hier gar nicht viel – war­mer Son­nen­schein, und in den Bäu­men letz­tes gol­de­nes Leuch­ten, Ver­glü­hen – ach, am liebs­ten wäre ich zum Nach­mit­tag in die­sen schö­nen Tag gewan­dert als in den Dienst. Aber das […]

03. November 1942

Diens­tag, den 3. Nov. 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Daheim bin ich wie­der – sit­ze allein im Stüb­chen – der Kame­rad ging aus – die Tisch­lam­pe beleuch­tet mein Schreib­zeug im dunk­len Stüb­chen – ach Her­ze­lein! Und nun schwin­den Zeit und Raum, ver­sinkt die Umwelt – und ich bin bei Dir – nahe, sehr nahe, Gelieb­te!

Als ich […]

30. Oktober 1942

[421030–2‑1]

14.)

Frei­tag, am 30. Okto­ber 1942. Am Abend.

Mein [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter Du! Mein Her­zens­man­ner­li!

Fei­er­abend habe ich nun. Die Uhr zeigt 20 Minu­ten nach 800 [Uhr]. Bin doch eben aus dem Wänn­lein gestie­gen, Du! nach­dem [sic] wir schon den zwei­ten Nach­mit­tag andau­ernd mit Was­ser und Sei­fe zu tun hat­ten! – ja [sic], […]

12. September 1942

[420912–2‑1] O.i. SA, den [*] Sonn­abend, am 12. Sep­tem­ber 1942. Mein herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein [Roland]! Du!!! Oh Her­ze­lein!! War das eine lan­ge Zeit von ges­tern Nach­mit­tag bis heu­te Abend! Es ist ½ 900 [Uhr] vor­bei und jetzt erst kann ich mich zu Dir set­zen. Gelieb­ter Du! Ach, wenn Du wüß­test, wie ich die­se Stun­de […]

26. März 1942

[420326–2‑1] 45. Don­ners­tag, am 26. März 1942. Her­zens­schätz­chen! Mein aller­liebs­ter Roland! Du! Es ist noch ganz zei­tig am Tage, da ich zu Dir kom­me, Du! Erst kurz vor 8 Uhr! Ich bin schon längst auf. Hab[‘] schon Fleisch geholt, und Dei­nen Brief zur Post getra­gen. Heu­te ist´s käl­ter drau­ßen, die Son­ne scheint auch nicht. Nun […]

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