Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Wache

23. Februar 1942

[420223–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 23. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Wenn ich jetzt schrei­be, schläfst Du ganz gewiß schon. Von 11 Uhr bis 3 Uhr muß Dein Man­ner­li heu­te die Gucken [: Augen] offen hal­ten – ‚Läu­fer’ in unse­rem Quar­tier. Wir sind zu wenig Sol­da­ten jetzt, sodaß auch die Funk­tio­nä­re zum Läu­fer­dienst her­an­ge­zo­gen werden […]

01. April 1941

[410401–1‑1] Diens­tag, den 1. April 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Du! Du!! Heu­te kann ich Dir ein Bild mit­schi­cken, eines vom Sonn­tag. Über­mor­gen schi­cke ich Dir alle Nega­ti­ve aus die­sem Film und Du mußt sie dann weg­tra­gen und ent­wi­ckeln las­sen. [Du] Weißt, das wird hier zu teu­er, d[as]. h[eißt]. für uns[e]re raren Lewa. Nächs­tens schicke […]

31. März 1941

[410331–1‑1] Mon­tag, d[en]. 31. März 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne [Hil­de]! Du Lie­bes! Wie lan­ge hast Du wohl noch war­ten müs­sen auf eine Nach­richt von mir? Wie oft hast Du ver­geb­lich nach dem Brief­trä­ger aus­schau­en müs­sen? Herz­lie­bes, armes! Erst vori­gen Mitt­woch war es mög­lich, Post von hier auf­zu­ge­ben. Die muß schon sehr schnell […]

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