14. August 1941

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Don­ners­tag, den 14. August 41

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du! Herz­al­ler­liebs­te mein!!!

Nun bist Du heu­te wie­der sooo sooooo lieb im Bil­de zu mir gekom­men – ach Du, Du!!! Das weckt doch alle Sehn­sucht so mäch­tig aufs neue! Nun will ich Dich gar nim­mer län­ger im Bil­de nur sehen – und der nächs­te, der Dir so mit dem Kame­ra­au­ge ins lie­be Ant­litz leuch­tet, der will Dein Hubo sein, ja? Du!!! Sonst, werd[‘] ich eifer­süch­tig, ganz ganz sehr! Ich muß Dich ja so lieb­ha­ben auf allen Bil­dern! Sie sind wirk­lich sehr gut gelun­gen – Du!!! Du!!!!! Ich freue mich ganz sehr dar­über. Son­nen­kind! Mein!!! Mein!!! Ach Du! Ich bin doch so eigen­sin­nig – aber Du bist es auch! Gelieb­te, Gelieb­te!!! Mein!!!!! Und wie fein Dir die Bul­ga­ren­blu­se paßt und steht, das freut mich doch auch ganz sehr! Oh Gelieb­te!!! Gelieb­te!!! Ich muß mich sooo sehr seh­nen! Ich will Dich aber nun bald wie­der­se­hen – will umschlie­ßen und lieb umfan­gen, was mein ist, so ganz mein, Du!!! Du!!!!! !!!!! !!! Wei­ter­le­sen!

27. Mai 1941

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Diens­tag, am 27. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Ach – bin ich froh, daß ich mich mal set­zen kann! Ja Du!! So sage ich mit mei­nen jun­gen Bei­nen! Seit 6 Uhr mor­gens gehe ich um; der Fei­er­tagsdrasch macht sich doch schon bemerk­bar bei mir. Obwohl wir schon groß rei­ne gemacht haben, gibt es doch noch aller­hand Arbeit. Die Mutsch ist im Moment gar­nicht recht auf der Höhe, sie hat sich schein­bar bei der Wäsche erkäl­tet, einen tüch­ti­gen Schnup[f]en hat sie erwischt. Und da will ich nicht, daß sie sich nach Arbeits­schluß noch so abra­ckern soll, ich neh­me ihr viel Arbeit ab. Habe die gan­ze Wäsche gelegt ges­tern abend noch, und heu­te früh bin ich bei­zei­ten auf den Markt, erst um 9 zurück! Man muß soo lan­ge ste­hen an den Stän­den, wo es noch ‘was Loh­nen­des zu kau­fen gibt. Zuhaus[e] ange­kom­men galt es das Mit­tag­essen berei­ten, die Haus­ar­beit ver­rich­ten, im Schlaf­zim­mer die Fens­ter put­zen, damit Mutsch nach­her die fri­schen Gar­di­nen anbrin­gen kann. Wei­ter­le­sen!

6. Februar 1941

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Don­ners­tag, den 6. Febru­ar 1941

Herz­lieb! Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de], Du!!

Du! So schnell, wie jetzt die Tage ver­flie­gen – so möch­ten sie dann nicht ent­schwin­den, wenn wir bei­ein­an­der sind! Herz­lieb! Immer mehr spitzt sich alles nun zu auf unser Wie­der­se­hen – gleich wer­de ich an die Vor­be­rei­tun­gen den­ken müs­sen. Wei­ter­le­sen!