11. Mai 1942

[420511–1-1]

[Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du!

[Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern wie­der ein­mal bei Dir haben willst, weil Du mich so lieb­hast! Du! Du!!! Was man im lie­ben Mai­en pflanzt, das wächst doch fein schnell. Wei­ter­le­sen!

06. Mai 1942

[420506–2-1]

83.

[O.] Mitt­woch, am 6. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter, liebs­ter [Roland]!

Ach Her­ze­lein! Ich konn­te es doch heu­te kaum erwar­ten bis wie­der die Stun­de da war, da ich Dein den­ken kann. Gelieb­ter! Es ist spät abends, wo ich hier bei Dir sit­ze und mit Dir rede. Aber nachts mögen wir doch gera­de am liebs­ten mit­ein­an­der recht lieb und heim­lich plau­dern gelt? Ja den­ke nur: seit lan­ger Zeit bellt wie­der ein­mal die Flak rund um den Kreis Chem­nitz! Schau­rig! Wei­ter­le­sen!