15. November 1941

[411115–2‑1]

Sonn­abend, am 15. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Du!!!

Jeden Tag kommt jetzt Dein lie­ber Bote zu mir! Und er macht mich täg­lich so ganz froh und glück­lich! So ganz sehr froh und glück­lich, daß ich es Dir kaum sagen kann, Her­ze­lein!! Heu­te kam der vom Diens­tag an, aber eigent­lich war schon Mitt­woch, als Du ihn schriebst. Ich woll­te Dir eben zür­nen, weil Du früh­zei­tig im kal­ten Schreib­zim­mer sitzt und an mich schreibst, anstatt im Bett­lein zu blei­ben! Du!!! Unar­ti­ger Ben­gel! Ich weiß es doch ganz genau, daß Du an mich denkst – immer, auch wenn Du mir ein­mal nicht schreibst! Wei­ter­le­sen!

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