Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Vertrauen

20. Juni 1941

[410620–2‑1] Frei­tag, am 20. Juni 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Du mein aller­liebs­tes, gutes Man­ner­li! Du!! Schnell habe ich mich noch ein­mal in die küh­le Stu­be geflüch­tet, um ein Stünd­chen ganz lieb allein mir Dir zu sein! Mein [Roland]! Es drängt zwar viel, vie­ler­lei Arbeit und so Klein­kram, der zum Vor­be­rei­tungsdrasch einer Rei­se gehört – […]

12. März 1941

[410312–2‑1] Mitt­woch, am 12.3.1941. Mein gelieb­tes Herz! Du!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Was wirst Du den­ken? So frag­test Du Dich selbst in Dei­nem Sonn­tags­brie­fe, Herz­lieb! Und Du gibst Dir mei­ne Ant­wort selbst, Du! Ja! Ich wün­sche mir nichts sehn­li­cher, als bei Dir zu sein in die­sen kri­ti­schen Tagen! Ach, wir wis­sen es ja bei­de, es […]

27. Januar 1941

[410127–2‑1] Mon­tag, am 27. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mei­ne lie­ber, lie­ber [Roland]!! Gelieb­ter Du!! Heu­te ist es wie­der grim­mig kalt drau­ßen, alles ist hart gefro­ren, auch die Fens­ter sind zu bis oben­hin. Aber – die lie­be Son­ne scheint, Du! So hell! Und so blau ist der Him­mel! Wun­der­schön ists [sic: ist es] drau­ßen. Wenn ich jeman­den […]

16. Januar 1941

[410116–2‑1] Don­ners­tag, am 16. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Du!! Es schneit schon wie­der mal, und Dei­ne [Hil­de] sitzt im war­men Stüb­chen – läßt sich’s wohl sein, Du!! Sie denkt an ihr Herz­lieb!! Du!! Mein lie­bes Dicker­le!! Dei­ne Mit­tags­pau­se wirst [Du] nun eben been­det haben – es ist 2 Uhr. Hab[‘] […]

11. Januar 1941

[410111–1‑1] Sonn­abend, den 11. Janu­ar 1941. Du! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gelieb­te, Hol­de mein!! ½ 3 Uhr ist es. Alles sitzt im Kino. Dein Hubo mag nicht. So beim lie­ben sel­te­nen Tages­lich­te im Kino, das gefällt mir schon nicht. Der Flim­mer­frit­ze, der heu­te da ist, hat einen mie­sen Appa­rat, er hat nicht genug Hel­lig­keit, den […]

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