Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Verteidigung

10. November 1938

[381110–1‑1] L. am 10. Nov. 1938. Lie­be [Hil­de]! Sie dür­fen Ihren Bei­trag zu uns[e]rer Freund­schaft nicht gering ach­ten. Lie­be und Güte sind Tugen­den des Her­zens. Sie sind heu­te so sel­ten. Über­all regiert der kal­te Ver­stand, der Vater des Zwei­fels. Auch ich bin der Lie­be ent­wöhnt. Hart war ich oft gegen mich selbst. Hart macht unser […]

23. Juni 1938

[380623–1‑1] 21.6.38 L. am 23.6.1938 Lie­bes Fräu­lein [Lau­be]! Auch ich schied unzu­frie­den. Es war eine kur­ze, über­eil­te Begeg­nung. Ich war etwas abge­hetzt, und ich fand Sie ange­grif­fen und abge­spannt und unru­hig. Wir haben uns kaum ein herz­li­ches Wort gesagt. Es lohnt gar nicht, wei­ter dar­über zu schrei­ben und nach­zu­den­ken. Ich habe Ihre Abfahrt abge­war­tet und […]

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