16. August 1941

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Sonn­abend, am 16. August 1941.

Gelieb­ter!! Mein lie­ber, guter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!!

Die Glo­cken läu­ten den Sonn­tag ein – es ist 6 Uhr abends. Und jetzt erst bin ich soweit, Dein zu den­ken. Ach, das war wie­der ein aus­ge­füll­ter Tag heu­te. Mor­gens um 6 [Uhr] bin ich raus aus den Federn. Ich schla­fe jetzt gleich mit im Eltern­schlaf­zim­mer, wenn Vater Nacht­dienst hat; da wer­de ich wenigs­tens mor­gens um 600 [Uhr] wach wenn er heim­kommt. In mei­nem Käm­mer­le höre ich nichts – da schla­fe ich wie ein Mur­mel­tier! Und so ich auch Mutsch abends auf­tra­ge, mich zu wecken um 600 [Uhr] – sie denkt nicht dar­an! Es tut ihr leid, meint sie, weil ich immer so schön schlie­fe! Dar­über habe ich mäch­ti­ge Wut!! Wei­ter­le­sen!

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15. August 1941

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Frei­tag, am 15. August 1941.

Gelieb­ter Du!!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb! Heu­te kam nun auch noch Dein Bote vom Frei­tag an, gra­de ein Woche brauch­te er! Du!! Ach, habe Du her­zin­ni­gen Dank für alle Zei­chen Dei­ner treu­en Lie­be! Gelieb­tes­ter!!! Du!! Hast mich ja sooo tief beglückt! Du!!!!! Ach Schät­ze­lein! Was bedeu­ten mir doch Dei­ne Boten!!! Wie ich sie lieb und wert hal­te, davon kannst Dich ja nun sogar selbst über­zeu­gen, wenn Du bei mir bist! Ach – um kei­nen Preis in der Welt möch­te ich sie her­ge­ben!!! Und ich bin ja eben­so rüh­rend när­risch wie Du! Wei­ter­le­sen!

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12. August 1941

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Diens­tag, am 12. August, 1941.

Mein Herz­lieb! Du!!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland][!]

Und wie­der ist es Nach­mit­tag – die Zeit, da ich mich hin­set­ze, Dein zu den­ken. Der Him­mel zeigt schon seit Tagen ein fins­t’­res Gesicht, win­dig ist es drau­ßen – kühl. Ich muß immer ein wenig Feu­er anma­chen; wenn man nach­mit­tags still im Zim­mer sitzt[,] ist es kühl. Du! Ges­tern beka­men wir einen Teil uns[e]rer Win­ter­feue­rung! Ich will nur recht spar­sam damit umge­hen, man weiß nicht[,] wie sich dies­mal der Win­ter anläßt – und wie wär­me­be­dürf­tig ich sein wer­de! Um mich gehts’ [sic] ja haupt­säch­lich; denn die Eltern sind den größ­ten Teil des Tages außer­halb. Wei­ter­le­sen!

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26. Juli 1941

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Sonn­abend, am 26. Juli 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Du mein herz­al­ler­liebs­ter [Roland]!

Heu­te ist wie­der ein hei­ßer Som­mer­tag – wir sind alle ganz kaputt vor Hit­ze. Und wäh­rend ich hier sit­ze und an mein Herz­lieb den­ke, halb­na­ckend!, brü­tet die Nach­mit­tags­son­ne in den Stra­ßen. Der Vater ist auf Fahrt nach Eßba­rem! Die Mut­ter näht an mei­nem wei­ßen Kleid und vor­hin plät­te­ten wir das Mus­ter auf zum Sti­cken – nun kann’s los geh[e]n! Muß ich aber flei­ßig sein! Wei­ter­le­sen!

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15. Mai 1941

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Don­ners­tag, am 15. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du!! Mein Son­nen­schein! Herz­al­ler­liebs­ter.

Heu­te ist ein Brief von Dir gekom­men! Der vom 5. Mai mon­tags. Du, mein [Roland]! Ich dan­ke Dir ja soo sehr! Hast mich soo froh und glück­lich gemacht!! Ach, ich muß mich ja so sehr seh­nen nach Dir Gelieb­ter! Du! Du weißt ja, wie uner­meß­lich lieb ich Dich habe! Sooooo lieb! Wie Du mich! Oh – noch viel mehr!!! [A]ber zan­ken will ich mich nicht dar­um! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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