30. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki] Frei­tag, nein

Don­ners­tag, den 30. Okt. 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­tes Weib! Mei­ne [Hil­de]!

[Ich] Hät­te doch wirk­lich gleich die Tage ver­wech­selt und bil­de­te mir eben ein, mor­gen müß­te Sonn­abend sein. [Ich] Weiß nicht, war­um es mir so wün­schens­wert vor­schweb­te, viel­leicht, weil es dann wie­der Geld gibt. Aber davon habe ich augen­blick­lich auch noch genug. Mor­gen also [ist] erst ein­mal Frei­tag, Bade­tag. Wei­ter­le­sen!

25. Oktober 1941

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[Salo­ni­ki], Sonn­abend, den 25. Okt. 1941

Her­ze­lein! Gelieb­te, Du! Mein lie­bes, treu­es Weib!

Nun geht die Post wie­der, und ich weiß, was mein Schät­ze­lein treibt, kann wie­der rich­tig teil­neh­men an allem, kann immer um Dich sein! Heu­te erreich­ten mich die lie­ben Boten vom Sonn­abend und Sonn­tag. Sei viel­lieb bedankt, Her­zens­schatz, Du! Oh du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

20. Oktober 1941

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Mon­tag, am 20. Okt.[ober] 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Du mein liebs­ter [Roland]!

Wirst Dich wohl wun­dern über mein son­der­ba­res For­mat des Brief­pa­pie­res!

Das ist auch wie­der mal ein Not­be­helf, Zei­chen des Krie­ges! Ich bekam erst gark­eins und dann noch die­ses hier. Na, bes­ser als keins! Ich kann Dir hier wenigs­tens noch immer alles schrei­ben, Du! Jetzt ist nun wie­der Ruhe in mei­ner Burg. Um 3 [Uhr] ist es, nach­mit­tags. Eben bin ich fer­tig mit auf­räu­men. Tan­te Gret­chen habe ich vor­hin zum 1333 [Uhr] Zug gebracht, die rollt jetzt schon nach Dres­den zu! Die Arme, bei dem schlech­ten Wet­ter! Wenn sie nur beim Heim­keh­ren ein war­mes Stüb­chen hät­te! Wei­ter­le­sen!

30. September 1941

T&Savatar[410930–2-1]

Diens­tag, am 30. Sep­tem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Du!!!

Eben bin ich mit mei­ner Arbeit fer­tig, habe mich gewa­schen und umge­zo­gen und nun will ich zuerst Dein den­ken, Du! Was wirst [Du] denn jetzt machen um die­se Stun­de? Es wird gleich 1400 [Uhr] sein. Ob Du wohl Mit­tags­ru­he hältst? Ach, ich wüß­te es doch soo ger­ne! Gleich käme ich ein­mal ganz lei­se hin zu Dir, um nachzuschau[e]n, ob mein Herz­lieb auch schön zuge­deckt ist und schläft! Gelieb­ter! Mein [Roland]! Ach Du, wie lieb ich Dich habe!!! Soooooo sehr lieb!!!!! Nun hast Du die ers­te Nacht wie­der in Dei­nem Bett­lein geschla­fen, das Köpf­chen nach der Rich­tung zu mir hin gewandt, ja Du? Und ich dre­he mich Dir zu!! Ganz lieb habe ich Dein gedacht ges­tern abend vor’m Ein­schla­fen – ach, ich mei­ne, daß Du es gefühlt hast. Nach ½ 10 [Uhr] abends bin ich schla­fen gegan­gen. Wei­ter­le­sen!

29. September 1941

T&Savatar[410929–2-1]

Mon­tag, am 29. Sep­tem­ber 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter mein! Du!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Heu­te beginnt die ers­te Woche ohne Dich, Du!! Mon­tag ist. Und über­mor­gen fängt schon der neue Monat an, Okto­ber. Die Zeit läuft unauf­halt­sam wei­ter – sie läßt sich nicht auf­hal­ten. Und das ist auch gut so, Du!!! Wei­ter­le­sen!