18. Mai 1942

Herz­zeich­nung, Roland

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[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 18. Mai 1942

Her­zens­schät­ze­lein, Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Hab[‘] ich doch eben einen Bogen erwischt, auf dem ich uns[e]re Geburts­tags­her­zen pro­biert habe. Scha­det nicht, gelt? Uns[e]re Her­zen sind ja so lieb ver­eint und innig ver­bun­den nicht nur zum Geburts­tag und an Fest­ta­gen – sien sind es immer – Gelieb­te! Immer und ewig! Wei­ter­le­sen!

08. Dezember 1941

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[Salo­ni­ki] Mon­tag, den 8. Dez[ember]. 1941

Mein lie­bes, teu­res Weib! Herz­lieb Du! Gelieb­te mein!

Her­zens­schät­ze­lein! Du! Gelieb­te! Ach, wie groß ist mei­ne Sehn­sucht, end­lich ein­mal mit Dir ganz allein zu sein! Die ande­ren, auch die Kame­ra­den, wür­den mei­nen Wunsch nicht ganz ver­ste­hen, weil sie nicht wis­sen, wie so innig man mit­ein­an­der ver­bun­den sein kann – wie so traut man Her­zens­zwie­spra­che mit­ein­an­der hal­ten kann. Herz­lieb mein! Wei­ter­le­sen!

24. März 1941

T&Savatar[410324–2-1]

Mon­tag, am 24. März 1941.

Gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!

Herz­lieb! Es ist schon Mon­tag, da ich erst die Gele­gen­heit fin­de, mit Dir zu plau­dern. Vor­mit­tag ist, mei­ne Haus­ar­beit habe ich ganz schnell getan, Du! Ich muß nun erst ein­mal mit Dir allein sein, Herz­lieb! Wei­ter­le­sen!

14. März 1941

T&Savatar[410314–2-1]

Frei­tag, am 14. März 1941.

Mein lie­ber [Roland]!

Ges­tern nach­mit­tag kam Dein lie­ber Bote vom Diens­tag. Sei recht herz­lich bedankt dafür! Zum Ein­ver­ständ­nis und als Ant­wort auf Dein lie­bes Geheim­zei­chen nicke ich mit dem Kop­fe. Ja! Du!! Nun bist also mein blau­er Jun­ge! Ich möch­te Dich doch zu ger­ne ein­mal sehen!! Wei­ter­le­sen!

14. März 1941

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Don­ners­tag den 13. März 1941.

Mein lie­bes teu­res Herz, mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Genau vor 4 Wochen, es war auch ein 13., da saß ich auf der Bahn, Herz­lieb, zu Dir, zur Hei­mat, oh Du, Gelieb­te!! Und heu­te? Fühlst Du es nicht? Es ist ½ 5 Uhr am Nach­mit­tag, und der Zug nähert sich D. bei L [nahe des Hei­mat­or­tes von Hil­de] . Ach Herz­lieb, ich darf nicht wei­ter nach­den­ken und schrei­ben, wie mir zumu­te ist. Oh Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!