Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Verpflegung

11. Mai 1942

[420511–1‑1] [Salo­ni­ki,] Mon­tag, den 11. Mai 1942 Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be aller­liebs­te [Hil­de], Du! [Ich] Sitz[‘] doch schon wie­der bei Dir! Schnell ist der Tag her­um von einem Hän­de­fas­sen und Lieb­ge­den­ken zum ander[e]n. Und der Mai erscheint schon wie­der zwei­stel­lig. Her­ze­lein! [Du] Hast doch schon wie­der eine Urlaubs­hoff­nung ein­ge­pflanzt, Du, Herz­al­ler­liebs­te! Weil Du mich gern wie­der einmal […]

22. Februar 1942

[420222–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 22.Febr.1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te H[ilde]! Vor vier­zehn Tagen um die­se Stun­de – […] Uhr [abends] – da ruck­te der Zug an, der mich Dir ent­führ­te, Gelieb­te, da begann die Unru­he der Rei­se, die nun end­lich sich wie­der gelegt hat. Ach Her­ze­lein! Was stürmt und drängt alles zum Her­zen in der […]

11. Februar 1942

[420211–1‑1] Wien, den 11. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­te mein! Nun ist Dein Bub wie­der ein rich­ti­ger Wel­ten­bumm­ler, steigt ganz ledig und frei und allein in der Welt umher – und ist doch Dein Bub, ganz Dein Bub! Du weißt: Du kannst ihn ganz allein in die wei­te Welt schi­cken, in alle Win­de – er bleibt Dir treu, er […]

05. November 1941

[411105–1‑1] [Salo­ni­ki] den 5. Nov. 1941 Her­ze­lein, Du! Liebs­te, Herz­al­ler­liebs­te mein! Du!!! Dein Man­ner­li muß­te sich doch so schnell los­rei­ßen ges­tern – nein, heu­te früh war’s, daß ich den Boten fer­tigschrieb, daß ich Dich so lieb fest­hal­ten muß­te und mich doch am liebs­ten gar nim­mer getrennt hät­te von Dir! Ges­tern abend war es so unru­hig im Hau­se.  Please […]

14. Oktober 1941

[411014–1‑1] [Salo­ni­ki] Diens­tag, den 14. Okto­ber 1941 Her­zens­schät­ze­lein! Du! Gelieb­te! Schon wie­der kom­me ich zu Dir! Der Tag ist so schnell her­um! Und bei Dir bin ich ja sooo oft! Du! Wir müs­sen so dank­bar dar­um sein, daß wir es kön­nen, so in Ruhe und Frie­den, auch Dein Man­ner­li. Herz­lieb, oft bin ich bei Dir. Und […]

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