23. Oktober 1941

[411023–2‑1]

Don­ners­tag, am 23.10.1941.

Gelieb­tes Her­ze­lein! Mein [Roland]!! Du!!!

Jetzt ist Nach­mit­tag, und ich bin eben fer­tig mit den Küchen­fens­tern säu­bern. 3 Uhr zeigt die Uhr! Na, ’s ist egal, Du! Nun muß ich Dir erst schnell noch etwas erzäh­len, ehe ich mich für Dei­ne bei­den lie­ben Boten bedan­ke.

Kom­me ich zur Apo­the­ke und ver­lan­ge Tablet­ten, weil gera­de der Herr Apo­the­ker selbst mich bedien­te, fra­ge ich ihn um Rat, was ich bei Mut­ters Beschwer­den am bes­ten gebe und erklä­re ihm wel­chen Ursprungs sie sind. Er sag­te gleich, das ist eine Koh­len­oxyd­gas­ver­gif­tung [sic], alle Anzei­chen deu­ten dar­auf hin – wenn sie auch leich­ter Natur ist; denn in den wenigs­ten Fäl­len tritt Bewußt­lo­sig­keit ein, trotz­dem müs­sen sie den Arzt zu Rate zie­hen. Wei­ter­le­sen!

Plea­se fol­low and like us:
error