Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Vergangenheit

02. November 1942

Mon­tag, den 2. Novem­ber 1942

Gelieb­tes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Ach, wie schnell ist ein Tag her­um! Kommt das Man­ner­li doch kaum nach mit dem Schrei­ben – kann sich der Lie­be, die der Bote täg­lich bringt, kaum noch erweh­ren, kriegt gar kei­ne Luft mehr! Ist gleich gut, daß der Bote heu­te ein­mal aus­blieb – ich weiß doch war­um: […]

18. Januar 1941

[410118–1‑1] Sonn­abend, den 18. Janu­ar 1941. Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]! Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te mein!! Hel­le, kla­re Tage sind jetzt. Aber es ist eine stil­le Käl­te. Sie kann uns nicht weh tun, wir sit­zen warm. In mir ist ganz viel Wär­me. Du! Ich kann gut ein wenig davon abge­ben. Aber nur an einen fes­ten […]

17. Januar 1941

[410117–1‑1] Frei­tag, den 17. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­te! Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne [Hil­de], Du!! Du erin­nerst dar­an, wie Umstän­de und Men­schen, denen wir gar kei­ne Bedeu­tung zunächst schen­ken, doch so bedeut­sam wer­den kön­nen in unse­rem Leben; in einem Thea­ter sind auch die Neben­rol­len manch­mal von ein­schnei­den­der Wich­tig­keit, dar­an wird man erin­nert. Plea­se fol­low and like […]

16. Januar 1941

[410116–2‑1] Don­ners­tag, am 16. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter!! Mein Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!! Du!! Es schneit schon wie­der mal, und Dei­ne [Hil­de] sitzt im war­men Stüb­chen – läßt sich’s wohl sein, Du!! Sie denkt an ihr Herz­lieb!! Du!! Mein lie­bes Dicker­le!! Dei­ne Mit­tags­pau­se wirst [Du] nun eben been­det haben – es ist 2 Uhr. Hab[‘] […]

12. Januar 1941

[410112–2‑1] Sonn­tag, am 12. Janu­ar 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Gelieb­ter mein!! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland]!! Die Zei­ger mei­ner Uhr sind sich eben jetzt am ferns­ten – vier­tel vor 3 Uhr. Und wie ists‘ [sic: ist es] bei uns? Du?! Ich bin Dir jetzt am nächs­ten, Du!! Am nahes­ten! Ganz nahe! Mein lie­ber, guter [Roland]!! Ich feie­re […]

Nach oben scrollen