Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Verdunkelung

29. Oktober 1942

[421029–2‑1]

13.)

Don­ners­tag­abend, am 29. Okto­ber 42.

Gelieb­ter! Herz­al­ler­liebs­ter!

Ich muß doch schnell noch ein­mal zu Dir kom­men, ehe ich ins Bett­lein gehe, es ist schon ½ 1100 [Uhr] vor­bei. Ach Du! Mein Herz ist ja so über­voll! Du hast mich so lieb, sooooo lieb, Her­zens­schät­ze­lein! Oh – bin ich glück­lich!

Her­ze­lein! Hab Dank für Dein Lieb­ge­den­ken [sic] und für […]

25. Mai 1942

[420525–2‑1] Am 2. Pfingst­fei­er­tag 1942. Mein lie­bes gutes Her­ze­lein! Du!! Gelieb­ter!! Mein [Roland]! [Du] Wirst Dich wun­dern, daß das Geschrie­be­ne aus Blei­stift ist? Ich sit­ze unten im Gar­ten im Lie­ge­stuhl, die Bei­ne hoch­ge­zo­gen und auf mei­nen Knien liegt der Schrei­be­block, auf den ich mein Brief­lein an Dich schrei­ben will. Ob ich es am Abend noch­mal […]

02. Dezember 1941

[411202–2‑1] Diens­tag, am 2. Dezem­ber 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter! Gleich zu Anfang habe ich eine sel­te­ne Fra­ge an Dich! Hast Du etwa mei­nen Kork vom Tin­ten­fäß­chen gefun­den in einem Dei­ner Päck­chen? Ach, wie dumm! Du kannst sie ja noch gar­nicht emp­fan­gen haben!! Aber, Her­ze­lein! Gib nur mal Obacht, gelt? Denn seit ich […]

17. April 1941

[410417–1‑1] Don­ners­tag, den 17. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!! Einen so lie­ben Boten konn­te ich heu­te emp­fan­gen, den vom Diens­tag, den 8.4. Herz­lieb!! Nimm einen ganz lan­gen, lie­ben Kuß dafür! Du!!!!! Mein Weib, mein lie­bes, mein teu­res!!!!! Plea­se fol­low and like us:

11. Januar 1941

[410111–2‑1] Sonn­abend, am 11. Janu­ar 1941 Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter Du!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!! Heu­te ergeht es mir fast eben­so wie Dir. Gleich 8 Uhr am Abend ist’s, jetzt erst kann ich mich ganz zu Dir wen­den, Du! Heu­te früh habe ich mit Mutsch gewa­schen, Unter­wä­sche u.s.w.[;] es war eine gan­ze Men­ge wie­der. Dann muß ich […]

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