25. Mai 1942

Vik­tor de Kowa und Lau­ra Sola­ri in “Die Sache mit Styx”, deut­sche Spiel­film, 1942. Foto: Eugen Kla­ge­mann — © Tobis Film­kunst. Über IMDb, 09.2018.

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Am 2. Pfingst­fei­er­tag 1942.

Mein lie­bes gutes Her­ze­lein! Du!! Gelieb­ter!! Mein [Roland]!

[Du] Wirst Dich wun­dern, daß das Geschrie­be­ne aus Blei­stift ist? Ich sit­ze unten im Gar­ten im Lie­ge­stuhl, die Bei­ne hoch­ge­zo­gen und auf mei­nen Kni­en liegt der Schrei­be­block, auf den ich mein Brief­lein an Dich schrei­ben will. Ob ich es am Abend noch­mal mit Tin­te abschrei­be? Ach Du! [Du] wirst es schon auch so lesen kön­nen, gelt? Und ich will doch lie­ber die Zeit, die ich zum Abschrei­ben brauch­te, ver­wen­den, um noch ein bis­sel län­ger mit mei­nem Her­ze­lein zu reden. Du!!! Wei­ter­le­sen!

02. Dezember 1941

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Diens­tag, am 2. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!

Gleich zu Anfang habe ich eine sel­te­ne Fra­ge an Dich! Hast Du etwa mei­nen Kork vom Tin­ten­fäß­chen gefun­den in einem Dei­ner Päck­chen? Ach, wie dumm! Du kannst sie ja noch gar­nicht emp­fan­gen haben!! Aber, Her­ze­lein! Gib nur mal Obacht, gelt? Denn seit ich die Weih­nachts­päck­chen pack­te, ist mein Kork ver­schwun­den! Sollst nicht den­ken, das sei eine Bei­ga­be!! Du! Ich habe gar kei­ne Ruhe mehr, seit ich auf den Gedan­ken nun kam, ich könn­te ihn bei Dir mit ver­packt haben! [S]ollst also nicht den­ken, daß ich Dich irgend­wie froz­zeln will. So! Nun geht’s wei­ter. Wei­ter­le­sen!

17. April 1941

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Don­ners­tag, den 17. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de] Du!!

Einen so lie­ben Boten konn­te ich heu­te emp­fan­gen, den vom Diens­tag, den 8.4. Herz­lieb!! Nimm einen ganz lan­gen, lie­ben Kuß dafür! Du!!!!! Mein Weib, mein lie­bes, mein teu­res!!!!! Wei­ter­le­sen!

11. Januar 1941

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Sonn­abend, am 11. Janu­ar 1941

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter Du!! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]!!

Heu­te ergeht es mir fast eben­so wie Dir. Gleich 8 Uhr am Abend ist’s, jetzt erst kann ich mich ganz zu Dir wen­den, Du! Heu­te früh habe ich mit Mutsch gewa­schen, Unter­wä­sche u.s.w.[;] es war eine gan­ze Men­ge wie­der. Dann muß ich hier erst noch eine Geschich­te ein­flech­ten; denn deren Übel wur­de heu­te früh mit beho­ben! Also höre: Wei­ter­le­sen!

9. Januar 1941

T&Savatarsm[410109–2-1]

Don­ners­tag, am 9. Janu­ar 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter!! Gelieb­ter!! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]!!

Die hal­be Nacht bin ich wach gewe­sen, Du!! und hab an Dich gedacht, Herz­lieb! So sehn­süch­tig!, ach, so süß! Du!! Hast du es gefühlt? Oder warst Du es, der mich nicht schla­fen ließ? Oder hast Du gar wie­der Bun­ker­dienst gehabt, war Alarm? Du Armer, mußt nun so näch­te­lang rum­ho­cken. Es ist doch wie­der aller­hand zu Scha­den gekom­men, bei den Ein­flü­gen der Eng­län­der; hier war nichts los. Wei­ter­le­sen!