02. Dezember 1941

[411202–2‑1]

Diens­tag, am 2. Dezem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, guter [Roland]! Gelieb­ter!

Gleich zu Anfang habe ich eine sel­te­ne Fra­ge an Dich! Hast Du etwa mei­nen Kork vom Tin­ten­fäß­chen gefun­den in einem Dei­ner Päck­chen? Ach, wie dumm! Du kannst sie ja noch gar­nicht emp­fan­gen haben!! Aber, Her­ze­lein! Gib nur mal Obacht, gelt? Denn seit ich die Weih­nachts­päck­chen pack­te, ist mein Kork ver­schwun­den! Sollst nicht den­ken, das sei eine Bei­ga­be!! Du! Ich habe gar kei­ne Ruhe mehr, seit ich auf den Gedan­ken nun kam, ich könn­te ihn bei Dir mit ver­packt haben! [S]ollst also nicht den­ken, daß ich Dich irgend­wie froz­zeln will. So! Nun geht’s wei­ter. Wei­ter­le­sen!

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24. November 1941

[411124–2‑1]

Mon­tag, am 24. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter mein!

Wie­der fängt eine neue Woche an, ach glaubst, mir ver­ge­hen sie doch so schnell jetzt! Ist es, weil ich von Woche zu Woche auf mei­ne Gesund­heit hoff­te? Weil ich so war­te­te? Ach nein, wohl nicht allein das ist es. Ich zäh­le doch schon heim­lich die Tage, bis mein Schät­ze­lein heim­kom­men wird! Ganz lei­se erst! Aber ich kann mir’s nicht ver­knei­fen, daß ich sie nicht zäh­len soll­te! Und dar­um eilt wohl die Zeit so [d]ahin. Du! Magst mei­ne Rech­nung mal wis­sen, Herz­lieb? Wei­ter­le­sen!

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23. November 1941

[411123–2‑1]

Sonn­tag, am 23. Novem­ber 1941.

Her­zens­schät­ze­lein! Mein gelieb­ter [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter! Du!

Heu­te ist Toten­sonn­tag. Ein ganz herr­li­cher Mor­gen begrüß­te uns schon und das Wet­ter ist bis heu­te abend ganz und gar schön geblie­ben, so aus­nahms­wei­se schön, wie sel­ten am Toten­sonn­tag. All denen, die heu­te Schmerz und Weh emp­fan­den, wird die­ser schö­ne, son­nen­rei­che Tag ein wenig Trost gewe­sen sein. [Er] Wird den Trau­ern­den gezeigt haben, daß nach allem Leid auch wie­der die Son­ne scheint, daß sich alles Dun­kel doch wie­der in Licht wan­delt. Wei­ter­le­sen!

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15. Mai 1941

[410515–2‑1]

Don­ners­tag, am 15. Mai 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Du!! Mein Son­nen­schein! Herz­al­ler­liebs­ter.

Heu­te ist ein Brief von Dir gekom­men! Der vom 5. Mai mon­tags. Du, mein [Roland]! Ich dan­ke Dir ja soo sehr! Hast mich soo froh und glück­lich gemacht!! Ach, ich muß mich ja so sehr seh­nen nach Dir Gelieb­ter! Du! Du weißt ja, wie uner­meß­lich lieb ich Dich habe! Sooooo lieb! Wie Du mich! Oh – noch viel mehr!!! [A]ber zan­ken will ich mich nicht dar­um! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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