27. Juli 1941

[410727–1‑2]

Sonn­tag, den 27. Juli 1941

Mein Her­zens­schatz! Gelieb­te, Herz­lieb mein, Du!!!

Nun ist die Stun­de da, auf die ich mich gefreut habe: Mit Dir sein, ganz allein! Eine grö­ße­re Freu­de in die­ser Welt? Die gibt es nun nicht mehr für mich! So ist die Lie­be: es tritt ein Men­schen­kind in unser Leben – es ergänzt unser Wesen – schließt es auf – erfüllt es – erlöst es – so selt­sam und wun­der­sam und glück­voll, daß der, dem die­ses Glück wie­der­fuhr [sic], nun gar nicht mehr leben kann und möch­te ohne die­ses Glück. Ein Men­schen­paar – das sind eben nicht nur zwei Men­schen, son­dern wie Schu­he und Strümp­fe, zwei, die zusam­men­ge­hö­ren, zwei, die nur zusam­men etwas bedeu­ten – ein lin­ker und ein rech­ter – ein Men­schen­paar, daß ist ein neu­es Gan­ze [sic]. Wei­ter­le­sen!

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