21. Mai 1942

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[Salo­ni­ki] Mitt­woch, den 20. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mein lie­bes, teu­res Weib!

Heu­te ist es doch schon spät, da ich zu Dir kom­me. Die Kame­ra­den K. und H. sind im Varie­té. Mit den Kame­ra­den He. und Schr. habe ich noch lan­ge am Tische geses­sen und mich mit ihnen unter­hal­ten über die Stel­lung des Chris­ten­tums zum neu­en Staat. Wir kom­men in unse­ren Ansich­ten und Mei­nun­gen ganz über­ein und sind auch alle der Hoff­nung, daß es nach die­sem Krie­ge auch zu einer Befrie­dung im Inner[e]n kom­men wird. Du kannst Dir den­ken, daß ich mich gern ein­mal so unter­hal­te – mit K. und H. konn­te ich das nicht, sie haben zu die­sen Fra­gen kei­ne Stel­lung, sie ken­nen die­se Fra­gen gar nicht. “21. Mai 1942” wei­ter­le­sen

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08. Mai 1942

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Frei­tag, den 8. Mai 1942

Her­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Hol­de mein!

Wer viel Hun­ger hat, ißt viel – wer viel ißt, hat viel Hun­ger. Wer viel wäscht, ist viel schmut­zig. Du! Wenn die­se Schluss­fol­ge­rung stimm­te, dann – na, das mag ich gar nicht fer­tig schrei­ben, da hab[‘] ich denn nun doch zu viel Dampf vor mei­nem blitz­saube­ren Wei­bel [dh: Weib­chen], vor mei­nem Blitz­mä­delgelt? Du! Du!!! Aber solch gro­ße Wäschen, so oft und viel Groß­rei­ne­ma­chen und blit­ze­blank, so viel Plant­schen von mei­nem Nix­lein sel­ber – das habe ich doch nicht erlebt oder bin es nur nicht inne­ge­wor­den. Was ich dazu sage? “08. Mai 1942” wei­ter­le­sen

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30. April 1942

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[Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 30. April 1942.

Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Nun hau­sen wir schon eini­ge Stun­den im neu­en Bau. Und ein­mal hat das Man­ner­li nun drin geschla­fen, drei Stun­den nur, ach nein, nicht ganz. Ich muß­te doch noch sooo lieb Dein den­ken! Ach Her­ze­lein! Ich hab[‘] Dich doch ganz lieb­ha­ben müs­sen – Du! Du!!!!! Weil Du zu lieb zu mir gekom­men bist!!! Mit mei­nem neu­en Arbeits­platz bin ich zufrie­den. Die Mor­gen- und Vor­mit­tags­son­ne kommt ins Zim­mer – sie ist auch an den hei­ßen Tagen will­kom­men. Nur der Tages­lärm dringt nun deut­li­cher her­auf in das Klap­pern der Schreib­ma­schi­ne und das Krit­zeln der Feder (das ist zusam­men mit dem Geklin­gel des Tele­fons der Schlach­ten­lärm der Schreib­stu­be). Der Spieß haust für sich in einem Zim­mer. Das hat den Vor­teil, daß wir unge­stör­ter arbei­ten kön­nen – den Nach­teil, daß wir nicht mehr alles hören. Dein Man­ner­li ist nicht neu­gie­rig. Wei­ter­le­sen!

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16. Mai 1941

T&Savatar[410516–2‑1]

Frei­tag, am 16. Mai 1941.

Mein gelieb­tes, teu­res Herz! Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Du!!!

Herz­lieb! 2 lie­be Boten von Dir sind heu­te früh zu mir gekom­men. Ich habe mich ganz sehr dar­über gefreut, Du!! Und ich dan­ke dir recht herz­lich dafür! Vom 1. Und 2. Mai sind sie, und alle bei­de doch erst am 15. Mai abge­stem­pelt! Soo [sic] lan­ge haben die nun gele­gen, ehe sie auf Rei­sen gin­gen! Wei­ter­le­sen!

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25. März 1941

T&Savatar[410323–1‑1]

Sonn­tag, den 23. März 1941.

Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Gelieb­te, Herz­al­ler­liebs­te mein!!

Sonn­tag­vor­mit­tag ist. Wir fah­ren noch immer. Wei­ter, wei­ter auf der Haupt­bahn auf die Stadt zu im Rei­che der Mär­chen von 1000 und 1 Nacht. Fei­er­täg­lich ist die Natur: eine brei­te Ebe­ne mit grü­nen­den Wei­den, im Hin­ter­grun­de meh­re­re Kulis­sen von Höhen­zü­gen, die nie­de­ren im Vor­der­grun­de gras­be­deckt braun, die hin­te­ren schon in blau über­ge­hend bis zu den schnee­be­deck­ten Gip­feln. Es ist trü­be und noch immer kühl. Wei­ter­le­sen!

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