Trug und Schein: Ein Briefwechsel

31. Juli 1941

[410731–1‑1] Don­ners­tag, den 31. Juli [19]41 Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Herz­lieb! Gelieb­te!!! Dein lie­ber Bote vom Frei­tag ist ein­ge­kehrt – und mit ihm die Hei­mat, die Hei­mat!! Oh! So lieb und warm und traut umfängt sie mich!!! Oh Gelieb­te! Daß ich alles um mich her ver­ges­se – daß ich ganz gebannt und gefan­gen bin – […]

24. Juli 1941

[410724–2‑1] Don­ners­tag, am 24. Juli 1941. Gelieb­ter Du!!! Gelieb­ter!!! Mein [Roland]! Herz­lieb!!! Wir haben heu­te den 24. 7., das sind zusam­men 31 – das ist ja uns[e]re Zahl! Du!!! Du!!! Du!!! Ich habe bei­na­he vor­aus­ge­ahnt, daß heu­te etwas ganz Beson­de­res gesche­hen muß! Du!! Du!!! Die 31, 13, die geht nun mal mit uns – und wenn […]

11. Juli 1941

[410711–1‑1] Frei­tag, den 11. Juli 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb! Gelieb­te mein! Mein Herz­lieb ist doch auf der Rei­se ganz mit dem Kalen­der durch­ein­an­der­ge­kom­men, ich mei­ne jetzt mit dem Zet­tel­ka­len­der. Dein lie­bes Geden­ken von der Sta­ti­on der Heim­rei­se erreich­te mich heu­te, datiert vom 5.6.41 (!) der Post­stem­pel aber lau­tet vom 4.7.41. Ist mei­nem Wei­berl eine 1 […]

4. Juli 1941

  [410704–1‑1] Don­ners­tag, den 3. Juli 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb, Gelieb­te mein! Das ist heu­te ein ver­wanz­ter Tag in des Wor­tes wahrs­ten Sin­ne. Die lie­ben Wan­zen haben über­hand genom­men in unse­rem Bau und etli­che sind ganz zer­bis­sen. Dar­auf­hin nun wird unser gan­zes Haus aus­ge­räu­chert. Heu­te ist unser Stock­werk dran. Mit dem not­wen­digs­ten ver­se­hen[,] haben wir […]

30. Juni 1941

[410630–2‑1] G., Mon­tag am 30. Juni 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Du mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­lieb mein! [Du] Merkst es wohl an mei­ner Über­schrift, daß ich unbe­ob­ach­tet schrei­ben kann? Du!! Es ist wie­der Mit­tag vor­bei, Dei­ne Eltern lie­gen mit­ein­an­der auf dem Sofa in der Wohn­stu­be, ich sit­ze am Tisch und den­ke Dein – die Mut­ter sitzt im Lehn­stuhl am […]

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