Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Uniform

13. November 1942

26.) Frei­tag­abend [sic], am 13. Novem­ber 1942. 

Mein lie­ber, liebs­ter [Roland]! Her­zens­schät­ze­lein! Mein Her­zens­man­ner­li! Ich sit­ze beim Schein der Lese­lam­pe, im Ofen brum­melt ein lus­ti­ges Feu­er, Frei­tags ist es ja ein Bade­feu­er! Der Letz­te wäs­sert sich eben!! Papa. Die Uhr zeigt punkt [sic] sie­ben, eben höre ich unse­re Uhr schla­gen, Du! Und beim Man­ner­li ist es ja schon 8°° jetzt. […]

16. Mai 1942

[420516–1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 16. Mai 1942 Her­zens­schät­ze­lein! Gelieb­te! Mei­ne lie­be [Hil­de]! Ist da nicht schon wie­der eine Woche her­um? Und 5 Wochen nur noch bis zur Son­nen­wen­de. Soll­ten wir heu­te nicht schon in Sofia sein? Ja, so ver­fliegt die Zeit, und so ver­streicht sie ganz anders oft, als wir es ahnen. Abend ist wie­der. Eben bin […]

25. April 1942

[420425–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­abend, den 25. April 1942 Gelieb­te! Her­ze­lein! Mei­ne [Hil­de]! Mein gelieb­tes Weib! Nun strahlt sie mir zurück die Son­ne Dei­ner Freu­de, Dei­nes Glü­ckes! Gelieb­te! So mäch­tig und strah­lend, so groß und reich – spie­gelt alle gro­ße unend­li­che Lie­be, die Du mir bewahrst – oh Gelieb­te! [Das] Kün­det mir, dass ich Dich beglü­cken kann – daß […]

20. August 1941

[410820–1‑1] Mitt­woch, den 20. August 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Hol­de, Gelieb­te mein! Wirst [Du] denn glück­lich wie­der heim­sein [sic] von der Hams­ter­fahrt? Mor­gen wer­de ich es wis­sen. Acht Tage sind wir ja im Kalen­der immer zurück im Wis­sen von­ein­an­der. Und die­ser Bote wird schon kei­ne Ant­wort mehr fin­den – Du! Du!!! Höchs­tens münd­li­che! Oh Herzlieb!!! […]

1. August 1941

[410801–2‑1] Frei­tag, am 1. August 1941. Mein Gelieb­ter!! Du!!! Mein lie­ber[,] aller­liebs­ter [Roland]! Du!!!!! Wo soll ich denn nun gleich anfan­gen? Ich will Dir erst von ganz belang­lo­sen Din­gen erzäh­len, Du!!!!! damit [sic] ich nicht über­lau­fe vor Freu­de und Jubel. Ach Herz­lieb! Du!!! Heu­te fällt mir doch das Stil­le­sit­zen fürch­ter­lich schwer! Kannst Du das begreifen? […]

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