04. April 1941

ORWO Orwochrom UT21 - 135 film for colour slides
ORWO Orwo­chrom UT21 — Klein­bild-Farb­dia­film. Foto von Dna­lor 01, 08.2015, lizen­ziert über Wiki­me­dia Com­mons, CC-BY-SA 3.0, 04.2016.
[410404–2‑1]

Frei­tag, am 4. April 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, aller­liebs­ter [Roland]! Du!!

Ein herr­li­cher Früh­lings­tag ist heu­te, die lie­be Son­ne strahlt mit dei­ner [Hil­de] um die Wet­te! Du!! Eben bin ich aus der Wan­ne gestie­gen; ich habe geba­det, so gut es eben ging. [Ich] Bin erst am Sonn­tag ganz gesund. Und nun geht die Uhr auf 3 am Nach­mit­tag. Mein Pro­gramm an Rei­ne­ma­chen ist für heu­te erfüllt – mor­gen gehts [sic] wei­ter – nun bin ich bloß noch für mei­nen Hubo da! Du!! Heu­te früh kam schon wie­der ein lie­ber Bote von Dir! Wie ich mich doch dar­über freue, Herz­lieb!! Wei­ter­le­sen!

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31. März 1941

T&Savatar[410331–1‑1]

Mon­tag, d[en]. 31. März 1941.

Mein lie­bes, teu­res Herz! Herz­al­ler­liebs­te mein! Mei­ne [Hil­de]!

Du Lie­bes! Wie lan­ge hast Du wohl noch war­ten müs­sen auf eine Nach­richt von mir? Wie oft hast Du ver­geb­lich nach dem Brief­trä­ger aus­schau­en müs­sen? Herz­lie­bes, armes! Erst vori­gen Mitt­woch war es mög­lich, Post von hier auf­zu­ge­ben. Die muß schon sehr schnell gegan­gen sein, wenn sie Dich ges­tern erreicht hat. Wei­ter­le­sen!

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21. März 1941

T&Savatar[410315–1‑1]

Sonn­abend, den 15. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

[ Wir fah­ren, fah­ren, fah­ren – nun schon den drit­ten Tag. Die ers­ten bei­den Tei­le mei­nes Berich­tes schick­te ich ges­tern von einer unter­wegs-Sta­ti­on [sic] ab. Hof­fent­lich hast Du sie erhal­ten. Immer weiter ent­führt uns die Bahn der Hei­mat. Man emp­fin­det es gar nicht so sehr, weil man sozu­sa­gen in einer fah­ren­den Stu­be sitzt[,] nur die frem­de Welt an sich vor­bei­zie­hen läßt. Glei­se und Bahn­däm­me und Mas­ten sind mit klei­nen Abwei­chun­gen fast über­all die glei­chen. Und so fremd ist die Frem­de hier noch gar nicht. Die Land­schaft, die Flu­ren, die Vege­ta­ti­on, sie ist nicht fremd noch, nur daß man schon Mais­fel­der und Wein­gär­ten antrifft. Und die Dör­fer tra­gen ein klein wenig ande­res Gesicht. Man sieht Zieh­brun­nen. B. [wohl: Buda­pest] haben wir heu­te Mit­tag hin­ter uns gelas­sen und jetzt geht es auf das ande­re B. [wohl: Bul­ga­ri­en] zu. Wei­ter­le­sen!

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