02. September 1939

390902–2‑1

O., am 2. Sep­tem­ber 1939.

Am Mon­tag.

(2. Sep­tem­ber 1939.)

Mein lie­ber [Roland]!

Der ers­te Tag wie­der daheim, er ver­ging im Ver­gleich mit dem ver­gan­ge­nen recht lang­sam und er war aus­ge­füllt mit stram­mer Arbeit. Es war mir nicht leicht heu­te, ich füh­le recht deut­lich, wie Ihr Lie­ben mich ver­wöhnt habt in die­sen 14 Tagen. Ich bin so von Dank­bar­keit erfüllt, daß ich die­se schö­ne Zeit erle­ben durf­te. Wei­ter­le­sen!

31. August 1939

[390831–1‑1]

S. am 31. August 1939.

Mei­ne lie­be, lie­be [Hil­de]!

Heu­te ist Diens­tag. Die­se Zei­len lege ich mir auf dem Dampf­schiff zurecht. Ich habe jetzt einen eigen­ar­ti­gen Schul­weg: Zu Fuß zum Was­ser­fall, mit der Stra­ßen­bahn bis B., mit dem Schiff bis S.. Wei­ter­le­sen!

02. April 1939

[390402–2‑1]

O., am 2.4.1939.

O., am 29. März 1939.

Mein lie­ber [Roland]!

Nun hal­ten mich All­tag und Pflicht wie­der ganz umfan­gen. Auch die Pflicht Dir, Lie­ber, zu schrei­ben mahnt mich; wir haben es nach einem Bei­sam­men­sein immer so gehal­ten, daß uns[e]re Brie­fe sich kreu­zen.

Soll es dies­mal anders wer­den? Wei­ter­le­sen!

01. April 1939

[390401–1‑1]

K. am 31. März 1939.

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Was soll ich Dir schrei­ben? Es drängt mich nicht zu schrei­ben heu­te, ich sage es ehr­lich. War­um? Ich weiß es nicht. Ich den­ke oft an dich: Du Daß Du jetzt flei­ßig sein mußt, die­weil ich aus­ru­he. Daß ich mit Dir jeden Tag nach der Arbeit 2 Stun­den gehen möch­te. Wei­ter­le­sen!

30. März 1939 [Postkarte]

[390330–1‑1]

K. am 30. März 1939

Mei­ne lie­be [Hil­de]!

Wo bin ich zu Hau­se? Wei­ter­le­sen!