Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Überteuerung

23. Februar 1942

[420223–1‑1] [Salo­ni­ki] Mon­tag, den 23. Febru­ar 1942 Herz­al­ler­liebs­tes Schät­ze­lein! Mein lie­bes, teu­res Weib! Wenn ich jetzt schrei­be, schläfst Du ganz gewiß schon. Von 11 Uhr bis 3 Uhr muß Dein Man­ner­li heu­te die Gucken [: Augen] offen hal­ten – ‚Läu­fer’ in unse­rem Quar­tier. Wir sind zu wenig Sol­da­ten jetzt, sodaß auch die Funk­tio­nä­re zum Läu­fer­dienst […]

22. Februar 1942

[420222–1‑1] [Salo­ni­ki] Sonn­tag, den 22.Febr.1942 Her­zens­schät­ze­lein! Mei­ne lie­be, liebs­te H[ilde]! Vor vier­zehn Tagen um die­se Stun­de – […] Uhr [abends] – da ruck­te der Zug an, der mich Dir ent­führ­te, Gelieb­te, da begann die Unru­he der Rei­se, die nun end­lich sich wie­der gelegt hat. Ach Her­ze­lein! Was stürmt und drängt alles zum Her­zen in der […]

20. Februar 1942

[420220–1‑1] 3) [Salo­ni­ki] Frei­tag, den 20. Febru­ar 1942 Gelieb­tes, teu­res Herz! Du mei­ne lie­be [Hil­de]! Her­ze­lein! So schnell ist der Tag ver­gan­gen über den Geschäf­ten, Dein Man­ner­li war heu­te flei­ßig, und hat ver­schie­dent­lich Ord­nung geschafft, wo es not­tat. Es ist immer wie­der ulkig zu sehen, wie einem die Fäden in die Hän­de zurück­glei­ten. Und es […]

14. November 1941

[411114–1‑1] Frei­tag, den 14. Nov. 1941. Her­zens­schät­ze­lein! Mein lie­bes teu­res Weib! Mei­ne [Hil­de]! Aus­ge­lernt hat nun der Tag – Eigen­tum nun noch die weni­gen Stun­den an die­sem Tage – beschränk­te Frei­heit für ein paar Stun­den, Herz­lieb! Ich ver­brin­ge sie doch am aller­liebs­ten mit Dir! Du! Plea­se fol­low and like us:

13. November 1941

[411113–1‑1] [Salo­ni­ki] Don­ners­tag, den 13. Novem­ber 1941. Mein lie­bes, teu­res Herz! Schät­ze­lein, gelieb­tes! Vier lie­be Boten stell­ten sich heu­te ein beim Man­ner­li in der Frem­de: Vier Hän­de, die sich ihm aus der Hei­mat ent­ge­gen­stre­cken, zum Gruß, und mehr als zum Gruß es fest­zu­hal­ten, es heim­zu­ru­fen. Ach, Ihr lie­ben treu­en Men­schen daheim! Und zwei Hän­de sind […]

Nach oben scrollen