25. April 1941

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Frei­tag, den 25. April 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te!! Mei­ne [Hil­de]!!!

Es dünkt mir noch kaum einen Tag, daß ich eben hier auf der Bank saß und mit Dir plau­der­te. Sie ent­ei­len unver­se­hens und rei­hen sich zu Wochen. Was treibst Du wohl eben? Soviel ich weiß, ist Mut­ter noch da zu Besuch. Wenn es bei Euch so schön ist wie hier, dann könn­tet Ihr jeden Tag einen fei­nen Bum­mel machen. Rich­tig heiß hat die Son­ne heu­te wie­der geschie­nen und beim Sport sind Arme und Rücken ver­brannt. 56 Mann sind wir noch hier. Man weiß nichts Rech­tes mit uns anzu­fan­gen. Der Leut­nant spielt gern Fuß­ball, und so geht es dann täg­lich 2 Stun­den hin­aus auf den Sport­platz, ein präch­ti­ger Rasen. Ich spie­le höchs­tes einen Tag um den ande­ren mit, sonst wird es mir zu viel. So waren wir heu­te eine klei­ne Grup­pe, die einen ganz gemüt­li­chen Faust­ball gespielt hat. Ach weißt [Du], es könn­te jetzt anfan­gen, uns zu gefal­len – aber daß die Post nun anders läuft, ist doch bös. Es heißt heu­te, daß wir Mit­te nächs­ter Woche abrü­cken wer­den. War­ten wir ab. Wei­ter­le­sen!

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21. März 1941

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Sonn­abend, den 15. März 1941

Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

[ Wir fah­ren, fah­ren, fah­ren – nun schon den drit­ten Tag. Die ers­ten bei­den Tei­le mei­nes Berich­tes schick­te ich ges­tern von einer unter­wegs-Sta­ti­on [sic] ab. Hof­fent­lich hast Du sie erhal­ten. Immer weiter ent­führt uns die Bahn der Hei­mat. Man emp­fin­det es gar nicht so sehr, weil man sozu­sa­gen in einer fah­ren­den Stu­be sitzt[,] nur die frem­de Welt an sich vor­bei­zie­hen läßt. Glei­se und Bahn­däm­me und Mas­ten sind mit klei­nen Abwei­chun­gen fast über­all die glei­chen. Und so fremd ist die Frem­de hier noch gar nicht. Die Land­schaft, die Flu­ren, die Vege­ta­ti­on, sie ist nicht fremd noch, nur daß man schon Mais­fel­der und Wein­gär­ten antrifft. Und die Dör­fer tra­gen ein klein wenig ande­res Gesicht. Man sieht Zieh­brun­nen. B. [wohl: Buda­pest] haben wir heu­te Mit­tag hin­ter uns gelas­sen und jetzt geht es auf das ande­re B. [wohl: Bul­ga­ri­en] zu. Wei­ter­le­sen!

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20. März 1941

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Don­ners­tag, am 20. März 1941.

Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter!

Du! Ges­tern, als ich Dei­nen Brief in den Kas­ten gewor­fen hat­te, da hat es mich in einem fort geschluckt [sic: Schluck­auf haben]. [Du] Hast wohl arg an mich den­ken müs­sen, Herz­lieb? Und abends, zwi­schen 8 – 10 Uhr, da war es ganz toll! Sag, [es] ist wohl etwas ganz beson­de­res [sic] gesche­hen ges­tern, am Mitt­woch? Oder hast Du nur auch[,] wie ich, so fest an den vor­her­ge­gan­ge­nen Mitt­woch den­ken müs­sen, der uns soo [sic] weit aus­ein­an­der­führ­te. Wei­ter­le­sen!

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16. März 1941

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Sonn­tag, am 16. März 1941.

Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland][!]

Sonn­tag ist heu­te, Hel­den­ge­denk­tag im gan­zen Reich, die Sen­dun­gen des Rund­funkes las­sen uns teil­ha­ben an allem, was unser Volk an die­sem Tage bewegt. Der Füh­rer sprach vor Mit­tag. Ob Du das wohl auch alles mit hören kannst? Mein [Roland]! Gelieb­ter! So hat mich mei­ne Ahnung nicht betro­gen, Du fährst, rollst nach Süd­os­ten. Du!! O Du!!! Heu­te früh bekam ich ihn, Dei­nen so lie­ben Boten. Du!! Ich bin Dir so von Her­zen dank­bar, daß Du immer so lieb und treu mei­ner denkst! Daß Du kei­ne Gele­gen­heit vor­über gehen läßt, um mir ein Zei­chen zu geben. Und ich bin so froh! Alles, was du bis­her abgabst auf Dei­ner Fahrt, es gelang­te in mei­ne Hän­de. Und ich wün­sche mir nur, daß auch Du alle mei­ne Brie­fe bekommst, die ich Dir täg­lich schrieb. Wei­ter­le­sen!

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14. März 1941

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Don­ners­tag den 13. März 1941.

Mein lie­bes teu­res Herz, mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]!

Genau vor 4 Wochen, es war auch ein 13., da saß ich auf der Bahn, Herz­lieb, zu Dir, zur Hei­mat, oh Du, Gelieb­te!! Und heu­te? Fühlst Du es nicht? Es ist ½ 5 Uhr am Nach­mit­tag, und der Zug nähert sich D. bei L [nahe des Hei­mat­or­tes von Hil­de] . Ach Herz­lieb, ich darf nicht wei­ter nach­den­ken und schrei­ben, wie mir zumu­te ist. Oh Du! Du!!! Wei­ter­le­sen!

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