Trug und Schein: Ein Briefwechsel

Truppentransporte

25. April 1941

[410425–1‑1] Frei­tag, den 25. April 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Gelieb­te!! Mei­ne [Hil­de]!!! Es dünkt mir noch kaum einen Tag, daß ich eben hier auf der Bank saß und mit Dir plau­der­te. Sie ent­ei­len unver­se­hens und rei­hen sich zu Wochen. Was treibst Du wohl eben? Soviel ich weiß, ist Mut­ter noch da zu Besuch. Wenn […]

21. März 1941

[410315–1‑1] Sonn­abend, den 15. März 1941 Mein lie­bes, teu­res Herz! Mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! [ Wir fah­ren, fah­ren, fah­ren – nun schon den drit­ten Tag. Die ers­ten bei­den Tei­le mei­nes Berich­tes schick­te ich ges­tern von einer unter­­wegs-Sta­­ti­on [sic] ab. Hof­fent­lich hast Du sie erhal­ten. Immer wei­ter ent­führt uns die Bahn der Hei­mat. Man emp­fin­det es […]

20. März 1941

[410320–2‑1] Don­ners­tag, am 20. März 1941. Mein gelieb­tes Herz! Mein lie­ber, lie­ber [Roland]! Herz­al­ler­liebs­ter! Du! Ges­tern, als ich Dei­nen Brief in den Kas­ten gewor­fen hat­te, da hat es mich in einem fort geschluckt [sic: Schluck­auf haben]. [Du] Hast wohl arg an mich den­ken müs­sen, Herz­lieb? Und abends, zwi­schen 8 – 10 Uhr, da war es […]

16. März 1941

[410316–2‑1] Sonn­tag, am 16. März 1941. Herz­al­ler­liebs­ter! Mein gelieb­tes Herz! Du mein lie­ber, lie­ber [Roland][!] Sonn­tag ist heu­te, Hel­den­ge­denk­tag im gan­zen Reich, die Sen­dun­gen des Rund­funkes las­sen uns teil­ha­ben an allem, was unser Volk an die­sem Tage bewegt. Der Füh­rer sprach vor Mit­tag. Ob Du das wohl auch alles mit hören kannst? Mein [Roland]! Gelieb­ter! […]

14. März 1941

[410313–1‑1] Don­ners­tag den 13. März 1941. Mein lie­bes teu­res Herz, mei­ne lie­be, liebs­te [Hil­de]! Genau vor 4 Wochen, es war auch ein 13., da saß ich auf der Bahn, Herz­lieb, zu Dir, zur Hei­mat, oh Du, Gelieb­te!! Und heu­te? Fühlst Du es nicht? Es ist ½ 5 Uhr am Nach­mit­tag, und der Zug nähert sich […]

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